Die Treibergasse in Oppenheim – Foto: Christopher Mühleck

OPPENHEIM – Mit regem Zuspruch quittierten Anwohner und interessierte Bürger die Info-Veranstaltung zu geplanten Ausbau der „Treibergasse“ im Rathaus der Stadt. „Wir freuen uns sehr über die großartige Resonanz auf unser Bestreben, die Planungen zu dem lange ersehnten Ausbau transparent und bürgernah und bürgernah zu gestalten“, kommentierte Stadtbürgermeister Walter Jertz die Ausführungen des zuständigen Planungsbüros Bertil Mensebach.
Zwei Ausbauvarianten standen darin zur Disposition. Zum einen, so Planer Bertil Mensebach, habe man die Maßnahme mit einem breiten Asphaltstreifen in der Mitte der Straße ersonnen, der von Natursteinpflaster und Basaltsteinen am Rande flankiert sein könnte. Zum anderen fasse man einen nahezu kompletten Natursteinausbau mit sehr schmalem Asphaltstreifen in der Mitte ins Auge. Beide Varianten garantierten, so Mensebach, ebenerdige Barrierefreiheit. „Vor allem das Thema Oberflächenwasser würde bei einem breiten Asphaltstreifen den Übergang zum Naturstein durch Eindringen gefährden. Weiterhin wäre eine entsprechende Entwässerungsrinne sehr teuer und pflegeintensiv. Im nahezu kompletten Natursteinausbau gelänge der schwierige Spagat zwischen einem harmonischen Straßenverlauf, akzeptablem Straßenniveau mit Hinblick auf die Zufahrtsmöglichkeiten zu den Grundstücken, Lautstärke und Wasserablauf“, so Mensebach zu der Maßnahme, deren Realisierungsbeginn für das letzte Quartal 2019 angedacht ist. Ausgebaut werde auf einer Länge von rund 117 Metern, einer Breite von bis zu 5,80 Metern samt einer Kompletterneuerung der Hausanschlüsse sowie mithilfe der stabilisierenden, obligatorischen „Geogitter“.

Die Treibergasse in Oppenheim – Foto: Christopher Mühleck

Im Rahmen des regen Austauschs konnten der Stadtbürgermeister wie auch die anwesenden Experten auf zahlreiche Fragen und Anregungen zu Themen wie etwa der anstehenden Beweissicherung, der wichtigen Ansprechpartner, der allgegenwärtigen Untergrund-Thematik als auch Müllentsorgung oder Ausweichparkplätzen eingehen. „Wir bauen nicht über die Köpfe der Bürger und betroffenen Anwohner hinweg aus. Ihre Beteiligung am Planungsprozess ist für uns und für das Endergebnis unverzichtbar“, bewertete Stadtchef Jertz die Weichenstellungen für die Maßnahme, die im Rahmen des Förderprogramms „Historische Innenstadt“ von entsprechender Unterstützung profitieren wird.

Christopher Mühleck