Stolz auf sein Werk: Wolfgang Stampp – Foto: Klaus Schmitt

LAUBENHEIM – „Mosaiksteine“ nennt Wolfgang Stampp, der Laubenheimer Historiker und Chef-Statistiker sein neuestes Werk über seine Heimatgemeinde. Es folgt der 2017 erschienenen Broschüre „Straßen von Laubenheim“. Im Foyer des Rathauses konnte Ortsvorsteher Gerd Strotkötter in seinen Grußworten an die Gäste erfreut berichten, dass es in der Dokumentation um alle Schriften geht, die „seit der Beginn der Zeitrechnung in Laubenheim“ erschienen sind. Diese füllten beim Autor zu Hause viele Schränke aus. Einen Teil davon konnte man in einer großen Kiste im Rathaus bestaunen. All dies seien wertvolle Dokumente. Darunter findet man auch eine Festschrift von 1931 anlässlich der 60-Jahre-Feier des „Gesangs- und Arbeiterbildungsvereins“. Dieser vereinigte sich mit dem „Männergesangverein 1844“ im Jahr 1939 zur „Sängervereinigung Laubenheim“. Strotkötter lobte den Fleiß und Enthusiasmus Stampps, der mit seinen Veröffentlichungen einen unersetzlichen Beitrag zum Kennenlernen der Historie seines Heimatortes geleistet hat und noch leisten wird.   Der Autor erzählte den zahlreichen Besuchern, dass ihn die Gründung der „Arbeitsgruppe Historisches Laubenheim“ animiert und inspiriert habe, einmal in den Archiven der Ortsvereine  zu kramen.

Dabei dankte er den Mitgliedern der Gruppe Claudia Stein, Dr. Gebhard Kurz und Jupp Heck für ihre tolle akribische Mitarbeit und Unterstützung während seiner Recherchen. Hier fand er dann die Grundlage für die folgenden Dokumentationen. Die neue Broschüre beginnt 1882/83 mit dem großen Hochwasser in Laubenheim. Sie umfasse, so Stampp, alle Festschriften der Ortsvereine. Auch alle Zeitungen und Zeitschriften mit Berichten und vielen Bildern über Laubenheim seien dort zu finden. Er ist nicht wenig stolz darauf, dass er einige wahre Raritäten in seinem Fundus hat. Manchmal besitze er sogar mehr Dokumente über Vereine, als diese selbst. So beispielsweise eine Chronik der Sängervereinigung von 1952. Eine Fundgrube ist für ihn immer das Stadtarchiv. Auch war es ihm möglich, diese Institution mit manchem Exponat zu versorgen, das er doppelt besaß, dort aber noch fehlte. Letztlich betonte er, dass es ihm darum gehe, dass wenig Kulturgut verloren geht. Sein Heimatort liegt ihm am Herzen. Er möchte mit seinen vielen Veröffentlichungen das Bewusstsein seiner Mitmenschen über die Historie des 773 gegründeten Orts ansprechen und intensivieren. „Mosaiksteine“, sein neues Werk ist in der Ortsverwaltung zu den üblichen Öffnungszeiten für sechs Euro erhältlich.

Klaus Schmitt