OPPENHEIM – Unter dem Titel „Tore in die Vergangenheit – auf Spurensuche nach der Oppenheimer Stadtbefestigung“ gestaltet eine innerstädtische Kooperative den bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“ sowie den „Internationalen Museumstag“ am Sonntag, 19. Mai.

„Ziel des Tages ist es, den, gerade in Oppenheim, sichtbaren Erfolg der Städtebauförderung für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort deutlich und erlebbar zu machen. Dies geschieht durch die Präsentation von Projekten, die im Rahmen der Städtebauförderung durchgeführt worden sind oder aktuell bearbeitet werden. In diesem Zusammenhang gilt den beteiligten Vereinen und Initiativen sowie deren emsigen Mitgliedern unser besonderer Dank für ein vielfältiges und eindrucksvolles Programm, das unsere schöne Stadt aus einer einmaligen Perspektive zeigt“, erklärt Stadtbürgermeister Jertz für die Kooperation aus Oppenheimer Geschichtsverein in Zusammenarbeit mit der Stadt, der Vereinigung Oppenheimer Gewerbetreibender (VOG), dem Deutschen Weinbaumuseum, dem Förderverein Ruprechtsturm und den Uhrturmfreunden.

„Ziel des 1977 ins Leben gerufenen Museumstags ist es, auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der etwa 6 500 Museen in Deutschland hinzuweisen“, ergänzt Susanne Pohl (CDU), Zweite Beigeordnete und Vorsitzende des Geschichtsvereins. So folgt auf die offizielle Eröffnung des Tages im Stadtmuseum in der Merianstraße um 11.15 Uhr ein Rundgang entlang der einstigen Oppenheimer Stadtbefestigung und deren Toren. Dabei stellt jede Station auch ein Beispiel maßgeblicher Sanierungsinvestitionen aus 30 Jahren Städtebauförderung dar. „Der Ruprechtsturm etwa wurde im Bestand gesichert und wird nun durch den Förderverein Ruprechtsturm saniert. Der Uhrturm, der ebenfalls im Rahmen der einstigen `Altstadtsanierung´ umfassend erneuert wurde, erfreut sich der Sorge und Pflege der Uhrturmfreunde. Das pittoreske Gautor dient als Zuhause der VOG, das wir mit Mitteln aus dem aktuellen Sanierungsprogramm `Historische Innenstadt´ angehen werden. An das wahrscheinliche mächtigste Stadttor, das `Dienheimer Tor´, auf dessen Fundamente wir beim Ausbau der Wormser Straße jüngst gestoßen sind, erinnern wir im Hof des Weinbaumuseums. Kurzum: Oppenheimer Geschichte ist allgegenwärtig und erlebbar“, freuen sich Jertz und Pohl. Somit ist eine Art „Tore- und Türmewanderung“ im Rahmen eines Stadtspaziergangs an diesem Tag angedacht. An den jeweiligen Veranstaltungsorten entlang der Strecke präsentieren sich die teilnehmenden Vereine und Gruppen mit einem eigenen Programm.

„Spektakulär dabei ist die Tatsache, dass wir, in enger Abstimmung mit dem Land und entsprechenden Mitteln, für die Zukunft einen touristischen Rundgang entlang der historischen Stadtmauer planen“, blickt Stadtchef Jertz, der seinen Dank gegenüber Bund und Land für die vergangene und aktuelle Förderung zum Ausdruck bringt, nach vorne.

Christopher Mühleck


Info: Von 11.15 Uhr bis 16.00 Uhr warten informative Power-Point-Präsentationen auf alle Interessierten im Stadtmuseum.