Du, Herr Oberbürgermeister: Wir wollen unseren Spielplatz behalten. Auch Pia und Paul sagten dem OB ihre Meinung – Foto: Ekkehard Schenk

LAUBENHEIM – Anwohner, Eltern, Kinder und ganz viele Laubenheimer waren gekommen zu ihrem Bolz- und Spielplatz „Am Jungstück“ als es darum ging, unserem Oberbürgermeister zu zeigen, dass dieses Gelände nicht bebaut werden darf. Denn mit einer Entscheidung des Stadtrats vom 28.06.2017 wurde beschlossen, den Bolz- und Spielplatz „Am Jungstück“ mit einem Kindergarten zu bebauen, der in Laubenheim dringend benötigt wird. Der Spielplatz selbst soll dabei an eine andere geeignete Fläche verlagert werden. Nur: Mit dem Wegfall dieses Platzes gäbe es erst einmal keinen vergleichbaren zentralen Platz im westlichen Laubenheim mehr. Dieser Platz ist etwas Besonderes. Hier treffen sich Kinder und Jugendliche verschiedener Altersklassen und die nahe Wohnbebauung gibt den Kindern und Jugendlichen Sicherheit. Auch die dadurch gegebene soziale Kontrolle ist nicht unerheblich, so die Eltern. Es stehen einfach für jede Altersklasse Spiel- und Sportmöglichkeiten zur Verfügung. Dies alles musste sich unser Oberbürgermeister Michael Ebling anhören, der gekommen war um eine beachtliche Unterschriftenliste entgegenzunehmen von Laubenheimern, die sich für den Erhalt des Spielplatzes einsetzen. Michael Ebling versprach auch, dass ein Jahr lang erst einmal nichts  geschehen wird. Es wird erst noch einmal intensiv geschaut, ob nicht ein anderes geeignetes Grundstück zur Verfügung steht, wo die dringend benötigte KiTa gebaut werden kann. Und er versprach einen Dialog mit den Laubenheimern bevor vollendete Tatsachen geschaffen werden.

„Ein Jahr nichts tun, das geht gar nicht“ ließ Norbert Riffel im Nachgang zu der Ansprache des OBs wissen. Denn es gibt bereits jetzt eine schnell umsetzbare Lösung des Problems, wenn die Stadtverwaltung nur ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommt und endlich von dem Ziel ablässt, ein Grundstück zu finden, das sie nichts kostet. Hierbei bringt er ein großes Gelände zwischen dem am oberen Ende der Straße „Am Stoßacker“ und dem Koppernweg ins Gespräch, das innerhalb des Baugebiets liegt.

Und Christian Hecht meint zu der Aussage des OBs „wir machen jetzt erst einmal ein Jahr gar nichts“, dass dies doch symptomatisch für das Agieren der Stadtspitze sei. Er fordert, die Voraussetzungen zur Erweiterung der Laubenheimer Siedlungsgrenzen zu schaffen.

Wir dürfen also gespannt sein wie es mit dem Bolz- und Spielplatz „Am Jungstück“ und dem Neubau des Kindergartens weitergeht.

Ekkehard Schenk

Auch zahlreiche Kinder und Jugendliche verfolgten das Geschehen – Foto: Ekkehard Schenk