Gerade habe ich es wieder festgestellt: Da sind immer noch Glaubenssätze, die nicht verschwinden, die hartnäckig sind, die ich „übersehe“, die so selbstverständlich geworden sind, dass sie gar nicht mehr auffallen.

In einem Telefonat mit meiner Schwiegermutter hörte ich mich soeben selbst sagen: „Ja, das ist alles nicht so einfach!“ Und da fiel mir auf, dass ich kurz vorher gesagt hatte: „Es gibt halt Dinge, die ich einfach nicht kann!“

Was wir denken, bekommen wir – das weiß ich, das kann ich rückwirkend in vielen Bereichen meines Lebens feststellen, dass das so war und ist. Viele dieser Glaubenssätze habe ich bereits eliminiert. Und dennoch haue ich noch solche Sätze raus. Das zeigt mir, wie tief diese angelernten Überzeugungen sitzen, wie sehr wir sie verinnerlicht haben. Harmlose Dinge, die wir als Kinder immer wieder gehört haben, z.B. dass man Bauchweh bekommt, wenn man Kirschen isst und anschließend Wasser trinkt. Oder dass man ungelenk ist, sich nicht „sportlich“ bewegen kann. Oder dass man etwas nie lernt, dass man kein Talent zum Klavierspielen hat und vieles mehr. Gezielte Sätze, die sich festsetzen und man somit tatsächlich nie Klavierspielen lernt oder etwas nie lernt, egal, wie sehr man sich bemüht.

Aber es gibt auch die allgemeinen Sätze, die noch schlimmere Auswirkungen haben. „Ich bin zu doof zu allem!“ „Bei meinen Partnern erwische ich immer die falschen!“ „Irgendwie habe ich immer Pech!“ Achten Sie einmal darauf, wie viele solcher Sätze sie im Laufe eines Tages so sagen. Das Ergebnis kann erschreckend sein.

Ihre Angelika Förster