NIERSTEIN/DINKELSBÜHL/ALTMÜHLTAL  – Jedes Jahr, Anfang Mai, begeben sich Bürgerinnen und Bürger aus Nierstein und der Umgebung auf Entdeckungsfahrt. In diesem Jahr führte die von der Stadt Nierstein organisierte Erholungs- und Informationsfahrt nach Dinkelsbühl und ins Altmühltal, wo die 46-köpfige Reisegruppe Kultur, Genuss und Entspannung erleben durfte.

Die Befreiungshalle in Kelheim – Foto: Norbert Kessel

Den Auftakt der Reise bildete ein Aufenthalt in Dinkelsbühl mit einer Stadtführung.  Hier wurden die Reiseteilnehmer darüber informiert, dass die Stadt mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern von den Zerstörungen durch den zweiten Weltkrieg verschont wurde. Auch die langjährige Kooperation zwischen dem Landestheater Dinkelsbühl und der Stadt Nierstein im Rahmen des Niersteiner Kultursommers war Gegenstand der Führung. Am 21. Juni gastiert nämlich das Landestheater Dinkelsbühl mit der der Musik Revue „Sommer-Sonne-79“ im Park der Stadt Nierstein. Von Dinkelsbühl ging es in das vier Sterne Hotel Dirsch nach Emsing.

Von dort aus unternahm die Gruppe ganztägige Ausflüge bei denen der erste mit einer kombinierten Schifffahrt durch den Donaudurchbruch ins Kloster Weltenburg, zur Befreiungshalle nach Kelheim und ins Kristallmuseum nach Riedenburg führte. Dort ist die größte Bergkristallgruppe der Welt mit einem Gewicht von 7,8 Tonnen und einer Abmessung von 3 x 2 Meter ausgestellt.

Der Folgetag führte mit dem eigenen Bus durch das schöne Altmühltal nach Neuburg an der Donau. Besonders beeindruckend dort, die Schlosskapelle des Pfalzgrafen Ottheinrich, der wohl weltweit älteste „Sakralbau der Lehre Luthers“.

Tiefenentspannt, auch dem Wellnessbereich im Hotel geschuldet, und mit neuen kulturellen und naturkundlichen Erkenntnissen im Gepäck, traten die ›Niersteiner Globetrotter‹ ihre Heimreise an, auf der man in Rothenburg ob der Tauber noch einen Zwischenstopp einlegte. Dort zeigte sich die Tauber-Region von ihrer ungemütlichen Seite mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Dennoch waren die Besucher aus der „größten Verbandsgemeinde der Welt“ gefangen von der Ausstrahlung des malerischen Fachwerkstädtchens.

»Unsere Informationsfahrten sind inzwischen zu einer festen Größe geworden“, freut sich natürlich Niersteins Stadtbürgermeister Thomas Günther. „Mit diesen stellen wir uns den kulturellen Ansprüchen unserer Bürgerinnen und Bürger, die froh sind, dass es ein solches Angebot in Nierstein gibt. Wir bieten quasi ein ›rundum sorglos Paket‹ für unsere Reisenden an – und das hat sich schon über die Grenzen von Nierstein hinaus herumgesprochen. Es ist vor allem die besondere Mischung aus kulturellem Anspruch, Information und Geselligkeit, welche die Leute anspricht. Das macht die Qualität unserer Reisen aus“, zieht Niersteins Stadtchef Thomas Günther nach der vierzehnten Fahrt in Folge eine positive Bilanz – und versprach, dass es auch im kommenden Jahr wieder eine solche Fahrt geben soll.

Norbert Kessel