NACKENHEIM – Eine Woche trainierten die 200 Schülerinnen und Schüler der 1. – 4. Klassen im Rahmen ihrer Zirkus-Projektwoche auf diesen Moment hin, am vergangenen Samstag schließlich war der große Tag da: Das Schulfest der Carl-Zuckmayer-Grundschule Nackenheim.

Foto: Herr Römer, Rektor Grundschule Nackenheim

Während sich die Hälfte der Kinder mit ihren Familien bei herrlichem Sonnenschein zunächst auf dem Pausengelände einfand, sich an verschiedenen zirzensischen Spielen vergnügte und an dem breiten Speisen- und Getränkeangebot des Fördervereins stärkte, erklang aus dem Zirkuszelt des „Zirkus Regenbogen“ auf dem Festplatz in Nackenheim bereits fröhliche Zirkusmusik. Um 10.00 Uhr hieß es schließlich „Manege frei!“ und die erste bunte Zirkusvorstellung des Tages unter der professionellen Moderation von Zirkus-Chef Niklas Lagrin und dessen Sohn Andrew nahm ihren Lauf.

Dabei begeisterten die Pyramiden- und die Luftakrobaten die insgesamt 600 Zuschauer im Zirkuszelt ebenso wie die Jongleure, die Tellerdreher und die Seiltänzer, allesamt trainiert und angeleitet von Simone Lagrin und ihrer Tochter Sharon.

Foto: Herr Römer, Rektor Grundschule Nackenheim

Natürlich dürfen in einem richtigen Zirkus auch die Clowns nicht fehlen. Und so strapazierten die „Möhren-Clowns“ und die „schlauen Auguste“ die Lachmuskeln des Publikums mit ihren Satzverdrehern und frechen Streichen.

Nichts für schwache Nerven war der Auftritt der Zauberer und die Feuershow, bei der den Eltern der aufführenden Kinder teilweise der Atem stockte.

Die Kinder waren sichtlich stolz, als sie nach gut zwei Stunden beim großen Finale unter dem verdienten Jubel der Besucher noch einmal eine Runde durch die Manege zogen, bevor um 13.00 Uhr die zweite Hälfte der Schülerinnen und Schüler der Grundschule ihr neuerlerntes Können in einer weiteren Zirkusvorstellung unter Beweis stellte.

Rektor Daniel Römer lobte in seinen Abschlussworten die sehr gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Zirkusfamilie Lagrin, die mit ihrem Projektzirkus nach 4 Jahren schon zum zweiten Mal Gast in Nackenheim war. Der Familie Lagrin gelänge es, so Römer, durch ihren guten Zugang zu den Kindern die Ziele eines solchen Projekts gekonnt umzusetzen. So würden die Kinder Grenzen und Ängste überwinden, ihr Selbstbewusstsein stärken, Erfolge erfahren und lernen, Emotionen zu zeigen, andere zu respektieren, die eigene Person zu präsentieren und mit Misserfolgen umzugehen. Sie würden Teamarbeit erleben und das Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein. Vor allem aber würden die Kinder erfahren, dass Lernen Spaß macht und Grundvoraussetzung ist für die persönliche Entwicklung.

Foto: Herr Römer, Rektor Grundschule Nackenheim

So dankte der Schulleiter auch zunächst den Schülerinnen und Schülern für ihr großartiges Engagement und die enorme Disziplin, mit der sie es geschafft hätten, in der Vorstellung teilweise über sich selbst hinauszuwachsen. Er dankte Altbürgermeisterin Margit Grub und Bürgermeister René Adler für die Bereitstellung des Festplatzes, dem Vorsitzenden des DRK, Wolf-Ingo Heers, der der Schule trotz des Jubiläumswochenendes die Räumlichkeiten des DRK-Hauses als „Wartezone“ zur Verfügung gestellt hätte sowie seinen Kolleginnen, die außerhalb der Trainingszeiten durch ihren Unterricht mit Zirkusbezug die Projektwoche erst zu einer „runden Sache“ gemacht hätten.

Besonders aber dankte Römer dem Förderverein, ohne dessen großartige Finanzierung das gesamte Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Auch die Kinder blickten begeistert auf die Projektwoche zurück.

„Wenn Lernen immer so viel Spaß macht“, so ein kleiner Erstklässler, „dann bleibe ich ewig in der Schule!“

Karin Sanz