LAUBENHEIM – Auf Anregung des Laubenheimer Ortsbeirats fand eine Begehung mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Mainz, Bernd Quick und Manuela Metzsch vom Amt für Verkehrswesen (Amtsleitung) statt. Der Grund war die Prüfung der Barrierefreiheit im Stadtteil und wie man diese verbessern könnte. In Anwesenheit der 1. stellvertretenden Ortsvorsteherin Gabriele Müller, dem 2. stellvertretenden Ortsvorsteher Paul Stenner, dem SPD-Ortsbeirat Ralf Geißner, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Stadtteil-CDU Benjamin Chwalak und dem VdK-Vorstandsmitglied Michael Rüdesheim nahm der kleine Trupp folgende neuralgische Stellen im Ortsbereich in Augenschein.

Bahnhof

Hier wurde erneut auf die Notwendigkeit eines Aufzugs hingewiesen, da das Gleis 2 (Fahrtrichtung Mainz) von der Oppenheimer Straße kommend nur durch die Bahnhofs-Unterführung erreichbar sei. Frau Metzsch erklärte, dies falle in den Aufgabenbereich der Bahn ebenso wie die ebenfalls angesprochene Aufstellung eines zweiten Fahrkartenautomaten auf der Westseite des Bahnhofs. Dass dieser fehlt, sei laut Gabriele Müller eine unzumutbar große Belastung für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Kinderwagen. Wenn diese von der Oppenheimer Straße den Bahnhof betreten, um in Richtung Mannheim (Gleis 1) reisen zu wollen, müssen sie auf Gleis 2 (barrierefreier Osteingang) eine Fahrkarte ziehen und dazu den Weg durch die Autounterführung nehmen.  Dann muss wieder der gleiche lange Weg zurück angetreten werden. Ein unmöglicher Zustand, der eine unangemessen lange Laufzeit beansprucht. Weiterhin wurde bemängelt, dass es am Bahnhof keine ausreichende Beschilderung und keine Hinweise zum Haltepunkt des Schienenersatzverkehrs gibt.

Störendes Verkehrsschild in der Oppenheimer Straße –
Foto: Gabriele Müller

Oppenheimer Straße

Beim „Nam Hai“ stört das mitten auf dem Gehweg angebrachte Verkehrsschild. Fr. Metzsch wird prüfen lassen, ob dieses versetzt werden kann, da es wenig Platz zum ungehinderten Vorbeigehen lässt. An der Fußgängerampel sollte der Bordstein auf beiden Seiten gesenkt werden.

Pfarrer-Goedecker-Straße

Der Bürgersteig an der Fußgängerampel sollte auf einer Seiteabgesenkt werden.

Marktplatz

Die Benutzung der Querung von der Hans-Zöller-Straße zur Pfarrer-Goedecker-Straße ist schwierig für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Ein Zebrastreifen ist hier nicht realisierbar. Zudem ist der Bürgersteig auf der rechten Seite viel zu schmal. Dies sollte man im Ortsbeirat im Auge behalten. Es gab bislang noch keine Beschwerden seitens der Bevölkerung. Auf die fehlende Abdeckung einer Hülse (entferntes Verkehrsschild?) wurde hingewiesen. Dies sei eine erhebliche Unfallgefährdung für Fußgänger mit Stock.

Im Brühl

….. gab es keinerlei Beanstandungen.

Ampeln mit Signalton? – Foto: Gabriele Müller

Oppenheimer Straße/Parkstraße

Es wurde vorgeschlagen, die hier installierten Ampeln mit akustischen Signalen auszustatten.

Bordsteinkanten

Zu diesem Thema wiesen die Ortsbeiräte nur auf einige fehlende Absenkungen, bspw. an Zebrastreifen im Dammweg und in der Rüsselsheimer Allee in Höhe der Bushaltestellen hin. Hier gäbe es auch an anderer Stelle noch viel zu tun

Fazit

Die Begehung war für die Barrierefreiheit und ein behindertengerechteres Laubenheim eine wichtige, fachlich begleitete Veranstaltung. Man hätte sich etwas mehr Beteiligung der übrigen Ortsbeiratsmitglieder gewünscht.

Klaus Schmitt