Bodenheim – Sonntag, der 13. Oktober 2019. Strahlender Sonnenschein – angenehme Temperaturen – herbstlich verfärbtes Laub – Ende der Weinlese: ideale Voraussetzungen, um am 34. Allgemeinen „Zwibbelkuche“-Wandertag teilzunehmen. Und Anlass, um Stephan Leber, zusammen mit Wolf-Ingo Heers gleichberechtigter Vorgesetzter des „Verkehrsvereins Bodenheim e. V.“ einige Fragen zu stellen.

Großer Andrang herrschte an der Kasse … – Foto: Ulrich Nilles

Journal Lokal: Herr Leber, zum 34. Mal findet der heutige Wandertag statt, eine beachtliche Zahl. Was macht die Attraktivität dieses Events aus?

Stephan Leber: Der Wandertag findet am Ende der Weinlese statt. Das hat seine Reize: es riecht gut, die Weinberge sind farbenfroh, man kann Sonne vor dem Winter tanken und es ist die Zeit für Zwiebelkuchen und Federweißer.

Wer ist an den Vorbereitungen beteiligt und wann beginnen diese?

Entscheidungen fällen wir alle gemeinsam. Wir alle, das sind die Verkehrsvereine der Verbandsgemeinde mit den fünf Ortschaften Bodenheim, Gau-Bischofsheim, Harxheim, Lörzweiler und Nackenheim. Gebündelt und umgesetzt werden die Entscheidung sowie die Organisation durch Frau Adeberg in Bodenheim.

Ab 9.00 Uhr konnten die Teilnehmenden starten. Findet die Wanderung auch bei schlechten Wetterverhältnissen statt? Welches sind die Startorte?

Ja, die Wanderung findet bei jedem Wetter. Natürlich ist es viel schöner an einem Tag wie heute, wenn die Sonne scheint. Aber auch bei Regen gibt es eingefleischte Wanderer, wobei die Startzahlen dann allerdings geringer sind. Starten können die Teilnehmer an den Start-/Zielziel-Kontrollstellen in jeder der fünf Gemeinden.

… und an der Kontrollstelle in Bodenheim – Foto: Ulrich Nilles

Welchen weiteren Verlauf nimmt die Wanderung dann?

Die Wanderung folgt einem festgelegten und gut ausgeschilderten Routenplan durch alle Ortschaften der Verbandsgemeinden, den alle Teilnehmenden am Start erhalten. Sie ist eine Mischung aus sportlichem Wandern und geselligem Beisammensein, in den Straußwirtschaften und an den Kontrollstellen. Manchmal kommt man auch unterwegs ins Gespräch. Zusammentreffen und gemeinsames Laufen, das sind die Kennzeichen dieses Events.

Ein solcher Event benötigt viele unterstützende Hände. Wie viele Helfer stehen zur Verfügung?

Insgesamt sicherlich über 50 Stück, je Gemeinde etwa zehn. Wir sind an diesem Tag schon früh unterwegs, um die Ausschilderung vorzubreiten, letzte Absprachen zu treffen und um die Stände zu besetzen. Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich. Wir sind eine relativ junge Truppe, auch im Vorstand. Das kann ich zumindest für den Verkehrsverein in Bodenheim sagen.

Rast im Grünen am Ortsrand von Lörzweiler – Foto: Ulrich Nilles

Der Andrang an der Kasse heute war fulminant. Können Sie – auch rückschauend – etwas zu der Anzahl der Teilnehmenden sagen?

Wir haben meistens um die 1.000 Starter. Nach den für heute vorliegenden Zahlen sind es in diesem Jahr deutlich mehr. Allein in Bodenheim gab es heute fast 800 Anmeldungen aller Altersgruppen. Überraschend ist dabei die überdurchschnittlich hohe Teilnahme von jungen Erwachsenen. Es kommen auch viele Wandergruppen, aus den umliegenden Ortschaften, aus dem Hessischen und sogar aus Köln.

20 beziehungsweise 22 Kilometer Wanderstrecke sollen bewältigt werden. Schaffen das alle?

Nein, das schaffen nicht alle. Mancher wählt eine Abkürzung. Das ist erlaubt, aber man verpasst dabei die Kontrollstellen und kann nicht mehr an der Verlosung teilnehmen. Eine Karte zu kaufen lohnt aber auch bei halber Strecke. Zwiebelkuchen und Federweißer sind inbegriffen und es steht die gleiche Infrastruktur zur Verfügung. Und man unterstützt damit die Arbeit des Verkehrsvereins.

Unterwegs warten ca. zehn Stationen zum Einkehren auf die Wandernden. Haben diese überhaupt Zeit, länger zu verweilen?

Sicherlich nicht an allen Stationen, aber die Strecke ist so ausgelegt, dass man bei rechtzeitigem Start eine intensive Rast einlegen kann.

Und um 17.00 Uhr ist Zielschluss.

Ja, bis 17 Uhr sollte man seinen letzten Stempel abholt haben. Solange sind die Kontrollstellen besetzt.

Und wann erfolgt die Verlosung? Erzählen Sie uns etwas zu den Preisen?

Die Verlosung findet in der kommende Woche in Haus der Allgemeinen Zeitung statt. Dort wird mein Kollege Wolf-Ingo Heers als Vertreter des Verkehrsvereins Bodenheim anwesend sein. Hauptpreis ist ein Wochenende für zwei Personen im Gästehaus des Weinguts Reßler, Harxheim, mit Begleitprogramm. Außerdem gibt es Weinpräsente und attraktive Buchpreise.

Gibt es schon Planungen und Ideen für das kleine Jubiläum im kommenden Jahr 2020?

SL: Ja, der Termin für 2020 steht bereits fest. Es wird der 11. Oktober sein. Die Planung für das kommende Jahr beginnt quasi mit dem heutigen Veranstaltungsende. Es gibt eine Manöverkritik. Dann werden die einzelnen Punkte je nach Dringlichkeit abgearbeitet. Vieles ist ja auch glücklicherweise schon Routine im positiven Sinn geworden.

Herr Leber, Journal Lokal dankt Ihnen für das Interview.

Ulrich Nilles