WEISENAU – Wagen wir einen Ausblick in das gerade gestartete Jahr 2020: Dort, wo momentan eine Baulücke die Friedrich-Ebert-Straße ziert, stand das alte Kulturheim, das aufgrund seiner schlechten Bausubstanz niedergelegt werden musste. Der geplante Ersatzneubau soll nach Planung der Fachleute bis Anfang des Jahres 2021 zur Verfügung stehen. Weisenau darf sich auf eine moderne und vielfältig nutzbare „Gut Stub“ freuen.

Mitte des Jahres wird das erste neue Gebäude im Heiligkreuz-Viertel an der Hechtsheimer Straße bezugsfertig werden. Erste Neubürgerinnen und -bürger werden dort einziehen und eine große, architektonisch interessant gestaltete Kita wird die derzeitige Behelfs-Kita ablösen und mehr dringend benötigte Betreuungsplätze anbieten können. Eröffnen wird an dieser Stelle auch ein Vollversorger und ein Drogeriemarkt, der die Versorgungssituation nicht nur für das zukünftige neue Wohngebiet optimiert. Erste Weichen müssen auch in Richtung eines optimierten ÖPNV für dieses neue Wohngebiet gestellt werden. Dies kann aus meiner Sicht nur eine Straßenbahnanbindung sein, Alternativrouten dafür müssen dringlich diskutiert und von Fachleuten geprüft werden.

Nicht weit entfernt wird im Laufe des Jahres eine Gastronomie ihre Pforten öffnen. Ein asiatisches Restaurant wird im Gebäude des Scheck-In-Marktes noch mehr Abwechslung nach Weisenau bringen.

Eine Frage, die besondere Beachtung verlangt, ist die nach der Entscheidung der Struktur- und Genehmigungsbehörde („SGD-Süd“) zur beabsichtigten Errichtung der Mülldeponie im Steinbruch Laubenheim Nord. In den drei Tagen der Anhörung ist nochmals sehr deutlich geworden, dass viele Aspekte, die von der BI Mainz 21 aufgeworfen wurden, nicht geklärt werden konnten. Ich habe schon immer ganz klar gegen dieses Projekt votiert und hoffe, dass es gelingt, diese nur wenige hundert Meter von der Wohnbebauung geplante Anlage zu stoppen.

Vorangehen sollte es dagegen mit der Beleuchtung des Rad- und Fußweges am Rhein. Die Frequentierung dieses vorhandenen Weges könnte insbesondere in der dunklen Jahreszeit wesentlich höher sein, wenn durch eine ordentliche Ausleuchtung die Sicherheit der Benutzer optimiert werden könnte.

Seit nun schon einigen Jahren begleitet uns das zu niedrige Brückengeländer der Fahrrad- und Fußgängerbrücke über die A60, was dazu geführt hat, dass die Brücke nicht als Radweg genutzt werden darf. Dieser Zustand soll noch in der ersten Hälfte 2020 durch die Anpassung des Geländers beendet werden, der Auftrag ist jedenfalls erteilt.

Ein fortwährendes Ärgernis ist die mangelnde Sauberkeit vieler Plätze in Weisenau. Dieses Problem, insbesondere am Tanzplatz, auf Parkplatz der Bezirkssportanlage und auf der Hanns-Dieter-Hüsch-Brücke, sollte endlich gelöst werden. Auch der miserable Zustand des Höhenweges, vor allem bei Nässe, steht auf der Agenda.

Das Thema „Sicherheit für Schulkinder im Straßenverkehr“ muss ein Dauerthema sein, immer wieder zeigen sich Schwachstellen, die dringend der Anpassung bedürfen, weil andere Verkehrsteilnehmer leider rücksichtslos und ohne die nötige Aufmerksamkeit unterwegs sind. Besonders im Focus ist der Schulweg entlang der Max-Hufschmidt-Straße an der Autobahnauffahrt Richtung Darmstadt. Weiterhin ist das Ignorieren von Tempo 30 Dauerthema. Hier hat die Geschwindigkeitsanzeige in der Portlandstraße zu einer gewissen Disziplinierung geführt. Deshalb gehen Überlegungen dahin, ein weiteres Gerät im oberen Bereich Weisenaus zu platzieren.

Nachholbedarf besteht ganz bestimmt auch beim Thema „Barrierefreiheit“. Deshalb möchte ich in diesem Jahr eine Begehung mit Rollstuhlfahrerinnen machen um Stellen zu lokalisieren, die einer dringenden Verbesserung bedürfen.

Freuen dürfen wir uns schon jetzt auf unsere traditionellen Feste, wie Kerb (10.- 13. Juli) und der Tag am Rhein (6. September). Etabliert haben sich auch das Familienfest und neuerdings unser Weihnachtsmarkt auf dem Hof der Schillerschule.

Ralf Kehrein
Ortsvorsteher Weisenau