HECHTSHEIM – Die erste Amtszeit in der zweiten Jahreshälfte 2019 stand für die Ortsvorsteherin Tatiana Muñoz ganz im Zeichen des Verstehens, Kennenlernens und Zuhörens. Mit vielen Informationen und Wissen im Gepäck wurde sich im Dezember an die Jahresplanung für 2020 gesetzt und diese Oberbürgermeister Michael Ebling Anfang Januar vorgestellt. Netzwerk, Projekte, Miteinander, das sind die Arbeitsebenen für Tatiana Muñoz mit klaren, messbaren, ambitionierten, aber vor allem realistischen Zielen für das neue Jahr.

„Für mich ist die große Stärke in der Stadtteil-Politik ein starkes Netzwerk, das mit der Verwaltung zusammenarbeitet und von ihr bei den eigenen Projekten unterstützt wird“, so Muñoz. Ziel ist die „Stadtteil-AG“ neu zu erfinden und an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen. So war der vielfache Wunsch nach einem projektorientierten Aufbau des Netzwerks, in dem man gemeinsam ganz konkrete Aktivitäten anpackt. Ganz flexibel können Einzelne entscheiden, wo und wie sie sich einbringen möchten. Auch dient das Netzwerk dazu, gemeinsame Standpunkte für schwierige Projekte zu entwickeln, wie zum Beispiel die Umgestaltung des Ortskerns. „Denn nur mit einem breiten Konsens, begleitet durch Anträge aus dem Ortsbeirat, wird das Projekt ‚Ortskern‘ überhaupt realistisch“, sagt Muñoz im Hinblick auf ihr Gespräch mit dem OB.

Weiter steht der Umzug der Verwaltung ins neue Bürgerhaus an und damit zwei konkrete Ziele, nämlich beide Gebäude, das Bürgerhaus und die alte Ortsverwaltung mit Leben zu füllen. Ob ein Grillplatz, Grünpatenschaften, Leih-Lastenräder, ein Fest der Kulturen u. v. m. Eine lange Liste an Projektideen hat Muñoz im letzten Jahr gesammelt und freut sich auf die Umsetzung. „Das geht nur gemeinsam mit den Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen. Deswegen freut es mich sehr, dass sich so viele bereits organisiert und bei mir gemeldet haben.“

Das Miteinander funktioniert mit guten Kommunikations- und Informationsangeboten. Deswegen ist ein Newsletter in Planung, diverse Veranstaltungen auf dem Lindenplatz, im neuen Bürgerhaus und auch in den verschiedenen Wohngebieten werden organisiert. Auch über die Social-Media-Kanäle Instagram, Facebook und Twitter ist die Ortsvorsteherin bereits heute gut zu erreichen und berichtet dort über ihre Arbeit.

Das Dach ihrer Amtszeit bildet eine kleine Digital- und Nachhaltigkeitsstrategie. Der Einsatz von digitalen, datenschutzsicheren Angeboten sowie kleinere Open-Data-Projekte könne viel erleichtern und auch junge Menschen mitnehmen, so Muñoz. Bei allen Projekten denkt sie zudem auch die 17 Ziele der UN mit, denn die Welt hört nicht an der Hechtsheimer Stadtteilgrenze auf. „Das ist für mich nicht Selbstzweck, sondern mit dem Ziel einer solidarischen, toleranten und bunten Gemeinschaft verbunden. Denn bei aller Planung: Politik wird auch mit dem Herzen gemacht.“

Tatiana Muñoz
Ortvorsteherin Hechtsheim