Tanja Eppelmann beim AC-Kappe-Abend – Foto: Klaus Schmitt

LAUBENHEIM – Auch im 33. Jahr lockte der AC wieder 150 Besucher zur Kappensitzung in die kleine Gymnastikhalle des Vereinsheims. Moderator Harald Schon konnte nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden Karl-Joseph Schmitt und des Organisationsleiters Wolfgang Stampp dem bestens gestimmten Publikum eine Sitzung präsentieren, die gekonnt ausgewogen war und für jeden Geschmack etwas bot. Vorträge, Tanz und Gesang erzeugten fünf Stunden lang ein gut geschnürtes und abwechslungsreiches Fastnachts-Paket. Die Tanzeinlage der kleinen „Schlümpfe“ des SAV wurden mit dem ersten großen Beifall belohnt. Sabine Mekky, auch bei den Laubenheimer Korporationen Ulk und SGL aktiv, lästerte stimmgewaltig über ihre Schulkameradinnen, die sie beim Klassentreffen antraf. „Sexy Hexy“ Angela Simon verzauberte mit ihren Songs die Männerwelt im Saal. Geschliffene Verse und akrobatisches Ballett bot die junge Alicia Schreiber dem dankbaren Publikum. Gunther (mit „th“) Raupach litt unter den Faulheiten und Ausreden seiner Söhne, die er wegen seines liegen gebliebenen Autos um Hilfe bat. Seine Frau hatte ihm, ohne sein Wissen, den Tank „leergejuckelt“. Was man als 16-Jährige alles lernen soll, wollte Zoe Hauf so nicht stehen lassen, was ihr viel Zustimmung im Publikum einbrachte. Auch die Präsidenten der Laubenheimer Fastnachts-Korporationen sind seit Jahren treue Akteure beim AC. Uwe Merz (KG ULK) berichtete schon fast akademisch und skurril über das Problem, wofür man überall ein App braucht. Matthias Keil (SGL) präsentierte ein „unathletisches Lied“ über seine stolze „Wampe“ und jammerte über seine erfolglosen Versuche, einen Schnaps in der Kneipe zu schnorren. Nick Stenner, ebenfalls SGLer, zeichnete eindrucksvoll das Bild eines 18-Jährigen mit allen Sorgen und Nöten. Es wurde ihm jedoch bereits heimlich der Titel „Womanizer“ von jungen Mädels verliehen. Entzückte Schreie erzeugte Tanja Eppelmann (SGL) mit ihrem schrillen Song „Ich will dich von mir essen lassen“ gesanglich und männermordend beim jubelnden Auditorium. Politik, Klimapaket und andere aktuellen Themen verpackte Kevin Raupach pointiert in seine Lieder und seinen Vortrag. Rentner Klaus Schmitt sah dunkle Wolken über Laubenheim, wenn die Riedhalle abgerissen wird. Er trauerte den „goldenen Zeiten“ der AC-Ringer nach und verkniff sich auch nicht einen kleinen Seitenhieb über Kajo Schmitts Auftritt im „Tütü“ bei der SGL. Der „Altstadt-Adlige“ Jochen Behrendt sprach vielen Narren aus dem Herzen mit der traurigen Feststellung, dass es in der Stadt viel zu wenig Plätze und Straßen gebe, die nach Fassenachtern benannt sind. Das schrille Duo „Geissens“ (Karl-Otto Eller, Leo Vellar) untermalte sein abstruses Gebabbel zur Freude der Sitzungsbesucher auch mit bekannten Hits. Die musikalische Leitung lag wie immer in den bewährten Händen von Michael Horber, der punktgenau für den richtigen Ton sorgte und so das Event gut am Laufen hielt. Nach einem großen Finale mit Mainzer Fastnachtsliedern entließen die Athleten die begeisterten Narren gegen Mitternacht bestens gelaunt und fastnachtlich eingestimmt aus ihrer Kappensitzung, die zu einem Top-Act der Laubenheimer Fastnacht gehört.

Klaus Schmitt