VG BODENHEIM – Auch in der VG Bodenheim fand die Fastnacht ihren Abschluß auf der Straße. In Bodenheim, Lörzweiler und Nackenheim trafen sich alle Narren noch einmal, um zu schauen und zu feiern und um ganz viel Helau zu rufen.

In Bodenheim startete der Reigen der Umzüge als Höhepunkt der Fastnachts-Kampagne. 14,11 Uhr am Samstag zog es viele Tausend Gäste an die Feststrecke. „So voll war es schon lange nicht mehr“ freute sich Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig. „An vielen Stellen standen unsere Narren in 6 Reihen – toll!“ 77 Nummern zogen durch Bodenheim, viele Jahrgänge aber auch Fastnachtsgruppen aus den andern umliegenden Ortgemeinden gingen an den Start. In Bodenheim werden seit vielen Jahren die Zugnummern bewertet: So wurde der Doppelwagen der Jugend aus Klein-Winternheim, ein aus Baumteilen erstellter Käfig voller Narren und der Paternoster ausgezeichnet. Sieger bei den Fußgruppen wurden die „Alten Weiber“ – eine innovative Tanztruppe mit viel Pepp und Elan. Die KiTa Spatzennest am Dolles gewann mit ihren Kostümen aus „Alice aus dem Wunderland“ – alle Eltern und Kids waren dabei und jubelten den Narren zu. Das Blasorchester Bodenheim, die Meenzer Rhoigeister, die Big-Band Selzen-Köngernheim sowie der Bergsträßer Spielmannszug sorgten u.a. für Stimmung an der Zugstrecke.

Trotz des heftigen Sturms zog es in Lörzweiler auch Tausende an die Lindwurmstrecke. Jahrgangswagen um Jahrgangswagen und viele Fastnachtsgruppen aus den umliegenden Orten zogen durchs Dorf. Anders als im Ruhrgebiet wurde der Fastnachtsumzug nicht aus Sicherheitsgründen abgesagt. Der Lörzweiler Carneval Club (LCC) gab das Motto 2019/2020 aus: „Ufos, Weltraum, Sternennacht, Lörzweil feiert Fassenacht!“. Und so bildeten 54 Zuggruppen einen sehr langen Lindwurm. Allein der (LCC) als Veranstalter schickte dieses Jahr sogar 10 Nummer – zwei mehr als 2019 – auf die Gass, von Tanzflöhen, den Tanzmäusen und dem Männerballett über Damenballett bis hin zum Komitee-Wagen war augenscheinlich der komplette LCC unterwegs. Die Nachbarn aus Mommenheim waren mit 6 Zugnummern vertreten, gefolgt von einem Feuerwehrwagen der besonderen Art: Er hörte auf den Namen Löschzug 11 und es konnte darauf getanzt werden.

Die gemeindlichen und auch die katholische KiTas waren mit vielen Narren im Zug dabei. Auch die Grundschule in Nackenheim war stark vertreten – Foto: Wolf-Ingo Heers

Die Entenbrüder und –Schwestern in Nackenheim ließen den Zug als „Die golden Zwanziger“ rollen und Petrus beteiligte sich mit Sonnenschein pur! Mit 40 Zugnummern war es ein schöner Zug, der sich durch Nackenheim schlängelte. Insbesondere die Kitas und Grundschule ließen hunderte an Kindern aber auch Eltern strahlend Helau rufen. Die Jahrgänge waren mit ihren selbstgebauten Wagen und viel Power aus den Lautsprechern dabei. Auf dem Festplatz nahm der Umzug später ein Ende. Viele stärkten sich im Anschluß in der Ringerhalle bei Wein, Bier und Bockwurst.

Fazit zu allen Zügen: es waren ruhige Umzüge, das Rote Kreuz und die Malteser mit ihren Sanitätshelfern hatten nur sehr wenig zu tun und wenn, dann waren es Lappalien. Auch die Polizei spricht von einer ruhigen Zeit.

Wolf-Ingo Heers