BODENHEIM – Magisch ging es zu im Haus der Vereine in Bodenheim. Die Flüchtlingshilfe Kulturbuntes Bodenheim hatte zu Beginn ihres Veranstaltungskalenders einen Zauberer eingeladen und fast 100 Leute – davon die Hälfte Kinder – wollten dabei sein.

Schon früh hatten sich vor allem die Kinder versammelt und konnten es kaum abwarten, bis die Veranstaltung losging. Und dann kam er!  Kurt, der Zauberer, wie er sich selbst vorstellte. „Ich komme aus dem Ausland“ erzählte der 65-jährige frühere Bewährungshelfer aus Biebesheim. Als seine Assistentin durfte Doris Groß-Erlenbach in bei seinen Zauberkünsten unterstützen. Aber auch die Kinder bezog er in seine Darbietungen mit ein.

Auf seine Frage „welche Zaubersprüche kennt ihr denn“ wussten die Kinder gut Bescheid. „Hex, hex“ oder „Abrakadabra“ wurde ihm zugerufen. Das Zaubersalz, das er dabeihatte, benutzt er nur bei ganz tollen Kindern. Und das war in Bodenheim natürlich der Fall! Dann ging es los mit der Zauberei.

Kurt der Zauberer zückte seinen Zauberstab und sagte „knurbi, knurbi“. Da knickte erste einmal die eine Hälfte des Stabes ab. Wie eine Schlange bewegte sich der Stab und es dauerte einige Zeit, bis er wieder einsatzfähig war. Dann zog Kurt eine Papierschlange aus seinem Hals, die immer länger wurde. Bei einigen Experimenten bat er die Kinder, ihm zu helfen. Jabier und Amar halfen ihm beim magischen Kreis. Kurt sagte ihnen eine große Zauberzukunft voraus.

Aus einem leeren Klingelbeutel zauberte er zahlreiche verschiedenfarbige Tücher hervor. Für großes Staunen sorgte Hugo, der 4-jährige Marienkäfer. Erst hatte er nur vier Punkte, dann kamen welche dazu, dann wieder weg und am Schluss bat Kurt die Kinder, dem Käfer ein paar Punkte zuzuwerfen. Das taten sie und Hugo hatte anschließend unzählige Punkte auf seinem roten Bauch.

Zwischendurch füllte der Zauberer eine Vase mit Wasser, goss es in einen Eimer. Kurze Zeit später war die Vase wieder voll und musste geleert werden. Das ging eine volle Stunde so. Die Zuschauer waren erstaunt und begeistert.

„Knurbi, knurbi“ klang es dann immer häufiger und Kurt zauberte aus einem Stock einen Blumenstrauß oder aus einem Eis zwei, Tauben auf den Zauberstab, Fische aus dem Smartphone.Das Publikum klatschte begeistert Beifall und wollte immer mehr sehen.  Wieder musste der Klingelbeutel ran. Eier kamen rein, Salz darauf und mit knurbi, knurbi wurde Wurst daraus.

Ein bisschen Verkehrserziehung musste dann auch noch sein. Die Reihenfolge der Farben auf der Ampel wechselte ständig, auch wenn alle genau aufgepasst hatten, kam immer wieder ein anderes Ergebnis raus. Kurt, der Zauberer forderte nun alle auf, ihre Hände zu bewegen, um einen kleinen Tisch zu Schweben zu bringen. Das gelang hervorragend.

Nachdem der Eimer mittlerweile voll war durfte Doris Groß-Erlenbach selbst Hand anlegen und in einer vorher leeren Kiste befanden sich plötzlich Überraschungseier, die sich die Kinder unter lautem Jubel dann abholen durften.

Unter tosendem Applaus verabschiedete sich der Zauberer und die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern hatten einen lustigen und spannenden Nachmittag erlebt. „Mir hat am besten der Trick mit den Überraschungseiern gefallen“, erzählte Jabier lachend.

Die nächste Veranstaltung von Kulturbuntes Bodenheim findet bald im Hermann-Weber-Saal des Bürgerhauses statt. Da wird das Puppenspiel für Erwachsene „Gregor Goldknechts Höllenfahrt“ aufgeführt. Dazu gibt es ein internationales Buffet und die Gruppe „Krämer & Co“ spielt Musik aus aller Welt.

Doris Groß-Erlenbach