DIENHEIM – Zum Schutz des Dienheimer Rheindamms, der Natur, der Umwelt und um dem Durchgangsverkehr durch die Dienheimer Ortsstraßen zu verringern, wurde schon vor Jahrzehnten im Dienheimer Gemeinderat beschlossen, die Rheinzuwegung über den Rheindamm für PKWs zu  sperren. Nachdem im letzten Jahr die Kette vor dem Rheindamm mehrfach beschädigt und zuletzt sogar entwendet wurde, war die Dienheimer Gemeindeverwaltung gezwungen mit hohem finanziellem Aufwand neue Schlösser und Kette zu beschaffen.

Das Ordnungsamt der VG-Rhein-Selz hat in der letzten Sommer-Saison bei Kontrollfahrten PKW-Spuren am Damm, parkende Autos am Uferbereich, sogar wildes Campieren und illegale Müllentsorgung festgestellt.

Grund genug für Verbandsgemeindebürgermeister Klaus Penzer in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeindeverwaltung Dienheim ein Diskussionsforum mit Teilnehmern der der betroffenen Ortsverwaltungen Oppenheim, Dienheim, Ludwighöhe, Guntersblum, dem VG Ordnungsamt, Polizeiinspektion Oppenheim und der Unteren Naturschutzbehörde ins Leben zu rufen.

In einem Vor-Ort-Termin und zwei weiteren Sitzungen wurden die einzelnen Interessen besprochen und Empfehlungen für die Ortsgemeinderäte weitergegeben.

Entsprechend hat der Dienheimer Gemeinderat im Januar beschlossen, neben dem Durchfahrtsverbot, auch mittels Bauelement Kette die Zufahrt zum Rheindamm zu sperren. Dafür hat die Ortsgemeinde etwa 2000 EUR investiert. Des weiteren soll die Beschilderung in Zusammenarbeit mit dem VG-Ordnungsamt so angepasst werden, dass das Befahren der Feldwege für PKW nur bis zum Abzweig „Michelröder See“ geduldet wird und auf dem Weg weiter in Richtung Rhein das Befahren und Parken verboten ist.

Das Ordnungsamt trägt dafür Sorge, diesen Bereich entsprechend häufig in den Sommermonaten und an Wochenenden zu kontrollieren.

Grundsätzlich bietet der neue Rheindamm uns Schutz vor Hochwasser. Damit er lange intakt bleibt, müssen wir jeglichen KFZ-Verkehr vermeiden.

Wir Dienheimer haben immerhin die Möglichkeit das Rheinufer zu Fuß oder mit dem Rad gut zu erreichen und die Idylle am Rhein zu genießen. Der Weg dorthin ist ohnehin viel angenehmer, wenn wir nicht ständig für passierende Autos Platz machen müssen.

Helfen Sie mit, dieses wunderschöne Kleinod zu erhalten und vermeiden Sie das Befahren der Feldwege mit Autos. Steigen Sie um auf Radfahren oder Marschieren – das tut nicht nur der Natur gut, sondern auch der körperlichen Fitness und Gesundheit.

Norbert Jochem