LAUBENHEIM – Nach mehrfachen Neu-Terminierungen konnte die JHV der Karnevalgesellschaft Ulk schließlich im katholischen Pfarrheim Ende Juni unter den bekannten Auflagen stattfinden. Nach der Begrüßung der über 40 Mitglieder durch den Vorsitzenden Uwe Merz gab Schriftführer Kay Hönig einen Überblick über das abgelaufene Geschäftsjahr. In der Kampagne 2019/2020 waren vier Sitzungen (3 Prunksitzungen und eine Damensitzung) wieder große Publikumsrenner. Neben eigenen Gewächsen gaben auch wieder viele bekannte Mainzer Redner ihre Visitenkarte in der Narhalla Laubenheimer Ried ab. Auch ein erstmals gemeinsam mit den Schwarzen Gesellen veranstalteter Maskenball war ein großer Erfolg. Ein weiterer Plan mit dem befreundeten Verein konnte leider nicht verwirklicht werden. Im Mai wollte man zusammen eine Open-Air-Sitzung auf die Beine stellen. Anlass war eine „150-Jahr-Feier“ (90 Jahre Ulk und 60 Jahre SGL).  Im Augst 2019 nahm man am tollen Programm der Feier zum 50. Jahrestag der Eingemeindung Laubenheims nach Mainz  mit einem witzigen Vortrag der Aktiven Sabine Mekky teil. Kassierer Willy Becker konnte den Mitgliedern einen sehr positiven Kassenbericht vorlegen. Die gute Entwicklung der Einnahmen sei vor allem auf die traditionelle Teilnahme des Vereins an den örtlichen Groß-Events Rebblütenfest und Kerb zurückzuführen. Die Anstrengungen der Mithelfer in den vielen Arbeitsstunden habe sich ausgezahlt. Angesichts der unklaren, zukünftigen Entwicklung (Dauer der Corona-Beschränkungen, Abriss der Riedhalle, neue Brandschutzauflagen) konnte somit ein beruhigendes, finanzielles Fundament geschaffen werden. Die Revisoren Thomas Sutor und Gregor Sans, die in ihrem Amt bestätigt wurden, konstatierten dem Kassierer eine ordentliche und übersichtliche Kassenführung. Uwe Merz teilte den Mitgliedern mit, dass zurzeit ja „das einzig Sichere die Ungewissheit“ sei, wie es nun in der nächsten Kampagne weitergehen wird. Er habe leider keine „Glaskugel“. Die Ulker werden demnach so planen, als könnten alle Sitzungen 2021 stattfinden. Kartenbestellungen würden unter „Corona-Vorbehalt“ angenommen. Eine tolle Idee entstand im Verein vor einigen Monaten.

Fassenacht in Afrika – Foto: privat

Am 8.2. hatte der Verein „exotischen Besuch“. Der ehemalige Vorsitzende des WIKA (Windhoeker Karneval) Heinz Krumrey besuchte mit Gattin Janine die Ulker im Vereinsheim Kiliansstube. Der gebürtige Pfälzer aus Edenkoben lebt seit 45 Jahren in der Hauptstadt des westafrikanischen Staates, wo die vielen deutschstämmigen Bewohner enthusiastisch bis in den April hinein ausgiebig dem rheinischen Karneval frönen. Klaudia Kiefer, Ulker-Vorstandsmitglied, hatte die Idee, diese Stadt und diesen Verein einmal zu besuchen. Leider war das in diesem Jahr aus den bekannten Gründen nicht mehr möglich. Auf jeden Fall wird sie sich darum kümmern, eine Reise nach Afrika im Jahr 2022 organisieren.

Klaus Schmitt