BODENHEIM – Im Rathaus der VG Bodenheim werden regelmäßig Ausstellungen regionaler Künstler veranstaltet. Wegen der Corona Pandemie entschloss sich der Kunstausschuss für ein neues Format, von der Präsenz- zu einer virtuellen Ausstellung. Doris und Heinrich Holland begeisterten sich spontan für diese Idee und änderten ihre ursprünglich für diesen Sommer geplante Präsenz-Ausstellung in eine digitale Ausstellung in Form eines Videos. Hier erfährt man Erstaunliches über die ältesten Bäume der Welt. Dieses Video kann auf der Webseite der Verbandsgemeinde Bodenheim abgerufen werden.

Doris und Heinrich Holland wohnen in Harxheim und fotografieren seit vielen Jahrzehnten vor allem Natur, Landschaft, Tiere und Abstraktes, gern auf Reisen zu exotischen Zielen. Doris ist Direktorstellvertreterin an der Integrierten Gesamtschule Wörrstadt und unterrichtet die Fächer Mathematik und Chemie. Heinrich ist Professor für BWL an der Hochschule Mainz und erfolgreicher Autor von 24 Fachbüchern.

Prof. Dr. Heinrich Holland und Doris Holland. Foto: privat

Prof. Dr. Heinrich Holland und Doris Holland. Foto: privat

Die Borstenkiefern im „Ancient Bristlecone Pine Forest“ sind die ältesten noch lebenden Bäume der Welt, viele sind über 4.000 Jahre alt. Der Wald befindet sich in den White Mountains, einem Gebirgszug östlich der Sierra Nevada an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Er liegt etwas abgelegen und ist wenig bekannt. Die Bäume stehen auf einer Höhe zwischen 3.000 und 3.400 Meter, sie wachsen sehr langsam nur 45 Tage im Jahr, ansonsten liegt Schnee. „Methusalem“ hat ein Alter von 4.851 Jahren und es gibt einen über 5.000 Jahre alten Baum (datiert auf 5.070 J.), dessen Standort geheim gehalten wird. Es handelt sich hierbei nicht um die sehr bekannten Mammutbäume oder Sequoia, die zwar bis 100 Meter hoch, aber „nur“ bis 3.000 Jahre alt sind.

Das Ehepaar Holland hat für die Ausstellung Fotos von Bäumen, Ästen und Wurzeln ausgewählt, die mit fotografischen und künstlerischen Mittel die Strukturen, Mustern und Regelmäßigkeiten betonen und herausstellen. Sie arbeiten dabei auch mit Verfremdungen, wie Lithografie-Effekten und verschobenen Farben.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bodenheim, Dr. Robert Scheurer, sagt dazu: „Die Künstler sind mit dem Ziel angetreten, Natur fotografisch zu replizieren. Sie sind fokussiert auf Details mit höchster Ästhetik und modifizieren sie mit dem Subjektivismus der Künstler darstellungstechnisch als auch farblich.“