ZORNHEIM – „Etwas unternehmen ist besser als etwas zu unterlassen.“ Mit diesen Worten zitierte Reinhold Münzenberger, Ehrenvorsitzender des TSV 1895 e. V. Zornheim, den Zornheimer Ehrenbürger Peter E. Eckes selbst. Anlass dafür war ein Pressetermin am 31. Juli 2020, bei der Eckes dem TSV einen großzügigen Scheck zum 125-jährigen Vereinsjubiläums überreichte.

Trotz des feierlichen Anlasses war die Zahl der geladenen Gäste Corona-bedingt sehr begrenzt. Nach sehr persönlichen Begrüßungen hieß der 1. Vorsitzende Bernhard Hainke den Ehrengast und die Anwesenden herzlich willkommen. Er brachte seine uneingeschränkte Freude über die wunderbare Sportanlage und den gepflegten Rasenplatz zum Ausdruck. Mit den Worten „Nach der unumkehrbaren Absage der 125-Jahrfeier im Mai lacht heute die Sonne für den TSV“, machte er den Platz frei für den Dankesredner. Reinhold Münzenberger, der im Namen des Vorstands das Projekt „Erneuerung der sanitären Anlagen für die Jugend und die Aktiven des TSV Zornheim“ leitete, hob zunächst die langjährige und tiefe Verbundenheit von Herrn Eckes mit dem TSV hervor. Bereits 1985 habe dieser die Schirmherrschaft zum 90-jährigen Vereinsjubiläum übernommen, bei dem das neu errichtete Vereinsheim eingeweiht wurde. Als drei Jahrzehnte später erhebliche Wasserschäden dem Kellergemäuer zusetzten, sei guter Rat im wörtlichen Sinne teuer gewesen: die Vereinskasse hätte die notwendigen Investitionen nicht stemmen können. Eine schriftliche Anfrage des Vereins beim „Kulturfonds Peter E. Eckes“, eine Ortsbegehung am 30. Mai 2020 und viele Gespräche mit den Mitarbeitern des Kulturfonds hätten schließlich die erlösende Nachricht gebracht, eine projektgebundene Spende über 20.000 Euro. „Als Alt-Zornheimer weiß ich natürlich, was Sie, sehr geehrter Herr Eckes, als Gönner und Mäzen in Rheinhessen und Zornheim alles geschaffen haben“, drückte Münzenberger seine Dankbarkeit gegenüber dem Spender. Und weiter: „Der liebe Gott hat es mit Zornheim gut gemeint, auch dank unseres Ehrenbürgers.“

Dann ergriff der Spender selbst das Wort. Er zollte den Sportanlagen des TSV seine allerhöchste Anerkennung: „Die Zornheimer können stolz sein auf das Äußere, aber auch auf das Innere dieser Stätte.“ Gerade in den vergangenen Monaten während der Coronakrise sei dies deutlich geworden. Viele Menschen konnten die vielfältigen Möglichkeiten, die der Sport bietet, in dieser schwierigen Zeit nutzen. Dabei hätten die Verantwortlichen des Vereins die bedeutungsvolle Aufgabe gehabt, ihre Mitglieder gut über den Krisenberg zu führen. Besonderes lobte er das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen, als Vorbilder voranzugehen und Freude zu bereiten. Dankbar gegenüber Zornheim, in dem er seit 40 Jahren lebe, teile er gerne das gute Polster, das ihm sein Vater hinterlassen habe, mit seinem Heimatort.

In der jüngsten Vergangenheit hatte Peter E. Eckes vor allem den „Drei-Grazien-Brunnen“ auf dem Lindenplatz ermöglicht und die Errichtung eines Weinpavillons maßgeblich finanziert.Seine Rede beschließend wünschte Eckes Wachsen, Blühen und Gedeihen für die Gemeinde, deren Vereine und Verbände, „auf viele gute Jahre.“

Unter dem Applaus der Anwesenden stellten sich die Beteiligten den Kameras der Fotografen bei der Überreichung eines übergroßen Schecks der MBV an den TSV.

Musikalische Umrahmung im Corona-Abstand – Foto: Ulrich Nilles

Für feierliche Stimmung sorgte ein Sextett der „Musikfreunde Zornheim 1972 e. V.“. In Corona-geforderter Aufstellung verliehen sie der Veranstaltung mit musikalischen Einlagen einen würdigen Rahmen.

Und wie es gute Tradition in Rheinhessen ist, waren die Festgäste und Journalistinnen im Anschluss an den offiziellen Teil zu Weck, Worscht und Woi eingeladen.

Eine gelungene Jubiläumsfeier, die Hoffnung für die Zukunft aufkommen lässt.

Ulrich Nilles