Sage und schreibe 40 Jahre ist es her, dass Monika Braun-Fricke in Laubenheim ihren eigenen Friseursalon „Haarstudio Monika Braun-Fricke“ eröffnete. Damals noch neben dem „Allerlei“, bis sie vor elf Jahren in die neuen Räumlichkeiten zog, wo sie auch heute noch zu finden ist: In der Oppenheimer Straße 44.

Einen Namen weit über Mainz hinaus hat sich die Friseurmeisterin mit ihrer „Heißen Schere“, dem Thermo Cut, gemacht, für den einige ihrer Kunden sogar aus Würzburg und Pirmasens anreisen. Das Tolle an dieser Technik, die der Haarsalon Monika Braun-Fricke bereits seit 24 Jahren anwendet: Die Feuchtigkeit im Haar wird versiegelt und es gibt keinen Spliss.

Doch wer den Namen Braun-Fricke hört, denkt nicht nur an Haareschneiden und Frisuren, sondern auch an den Nikolausmarkt und das Mundart-Theater der Laubenheimer Heimatbühne. Die echte Meenzerin ist seit Jahrzehnten mit dem Ort verwurzelt und bekannt wie ein bunter Hund. „Ich lebe mehr hier als an meinem eigentlichen Wohnort Bretzenheim“, witzelt Braun-Fricke im Interview mit dem Journal LOKAL. Die Liste ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten ist lang: Die Friseurmeisterin hat den Gewerbeverein gegründet, den Nikolausmarkt ins Leben gerufen, die Weihnachtsbeleuchtung organisiert, acht Theaterstücke geschrieben und ist im Damenkomitee der ULKer. Außerdem ist sie Mitglied in fast allen Laubenheimer Vereinen. Für sie eine Selbstverständlichkeit: „Ich möchte die ortsansässigen Vereine unterstützen, so gut ich kann. Die Laubenheimer haben mich mit offenen Armen empfangen, das möchte ich ihnen zurückgeben.“

Was ist Monika Braun-Fricke aus den 40 Dienstjahren besonders in Erinnerung geblieben? „Die große Frisuren- und Modenschau, die ich 1986 in Laubenheim veranstaltet habe“, lautet die Antwort.  Die sei so gut angekommen, dass daraufhin der Gewerbeverein gegründet worden sei und weitere Gewerbeschauen stattfanden. Außerdem sei sie sehr stolz darauf, dass einige ihrer Kunden aus der Anfangszeit immer noch zu ihr kommen und ihr über die vier Jahrzehnte die Treue gehalten haben.  „Dank unserer vielen Stammkunden haben wir die Corona-Krise gut überstanden“, erzählt Braun-Fricke. Mit einem kleinen Schmunzeln lobt sie, dass sie entgegen ihrer Befürchtungen nicht vollkommen zerschnittene Haare habe retten müssen: „Die Kunden haben brav gewartet, bis wir wieder öffnen durften und haben ihren ersten Haarschnitt nach dem Lockdown sehnsüchtig erwartet. Das ist eine schöne Wertschätzung des Friseurberufs“.

Doch 2020 ist nicht nur das 40. Jubiläumsjahr, es ist auch das Abschiedsjahr von Monika Braun-Fricke. Nach 52 Jahren als Friseurin, unzähligen Dauerwellen, Färbungen, Thermo Cuts, Strähnchen, Hochsteckfrisuren, Brautfrisuren und vielem mehr will die Salonbesitzerin zum Jahresende die Schere niederlegen und ihrer Tochter Melanie den Platz überlassen. Sie arbeitet schon seit 27 Jahren im Geschäft mit und kennt den Laden in- und auswendig, wie Braun-Fricke versichert. Sie selbst möchte sich erstmal zurückziehen, viel reisen und ihr Leben ganz ohne Terminstress genießen. Aber eines möchte sie deutlich machen: „Es gab nicht einen Tag, an dem ich nicht gerne in meinen Salon gegangen bin!“

Bevor Monika Braun-Fricke in den wohlverdienten Ruhestand geht, möchte sie ihre Kunden einladen, Anfang Oktober mit ihr das große Jubiläum des „Haarstudio Monika Braun-Fricke“ zu feiern. Genaue Details stehen aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht fest, werden aber rechtzeitig bekannt gegeben. Die Friseurmeisterin ist optimistisch: „Ich freue mich über jeden, der kommt und mit mir feiert!“

Das Journal LOKAL drückt fest die Daumen und gratuliert herzlich zum runden Geburtstag!