Die Kirche in der Oppenheimer Straße – Foto: Privat

LAUBENHEIM – Gleich zweimal hatte die Laubenheimer evangelische Kirchengemeinde am 4. Oktober Grund zum Feiern. Vor 125 Jahren wurde das von Alfons Umber erbaute und der Gemeinde geschenkte „kleine Kirchlein“ in der Oppenheimer Straße feierlich eingeweiht. Daneben konnte der Erhaltungsverein der Kirche sein 35. Bestehen begehen. Trotz der schlimmen Corona-Zeit wollte man diesen beiden Events in einer würdigen Form Rechnung tragen. In der katholischen Pfarrkirche, in der die Gemeinde laut Friedhelm Kärcher, einer der Vorsitzenden des Erhaltungsvereins, zurzeit „Unterschlupf“ findet, wurden ein würdevoller und beeindruckender Festgottesdienst und ein Festakt zelebriert. Im ersten Teil ließ Pfarrerin Karin Meier in einer tollen Rede das Gotteshaus selbst in „Ich“-Form zu Wort kommen, um über viele Ereignisse der vergangenen 125 Jahre zu fabulieren. Auf hinreißende Art konnten die Besucher so teilhaben an den vielen Empfindungen von Herz und Seele und von schönen aber auch schlimmen Erinnerungen des „Kirchleins“ während der vergangenen 125 Jahre. Kirchenvorstandsmitglied Katrin Hönig moderierte dann den Festakt. Dabei merkte man ihr deutlich die Leidenschaft an, die sie für die Kirche empfindet. Einleitend konnte man auf einem Großbildschirm ein imposantes Kurzvideo der SandArt-Künstlerin Frauke Menger bestaunen, das mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Die Festansprache hielt der langjährige, mittlerweile pensionierte Pfarrer Wolfgang Drewello, der die Festgäste mit interessanten Informationen und Ereignissen aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart unterhielt. Der zweite Anlass zum Feiern an diesem Tag war der 35. Geburtstag des Kirchenerhaltungsvereins. Der rührige Vorsitzende Friedhelm Kärcher hatte die Historie des Vereins akribisch in Wort und Bild präsentiert. Von den 18 Gründungsmitgliedern waren 9 anwesend, die mit einer Goldenen Ehrennadel für ihre langjährige Treue ausgezeichnet wurden. Auch Ortsvorsteher Gerd Strotkötter und der katholische Pfarrer Peter Sievers reihten sich in die Schar der Gratulanten ein, um der Kirchengemeinde und dem Erhaltungsverein ihre Glückwünsche zu überbringen. Dabei würdigten beide die großartige Arbeit des Vereins. Die beeindruckende, bestens initiierte und gelungene Jubiläumsfeier dokumentierte deutlich die enge Verbundenheit der 2100 evangelischen Gläubigen zu ihrem kleinen Gotteshaus und den Dank an die tatkräftigen Frauen und Männer des Kirchenerhaltungsvereins.

Klaus Schmitt