LAUBENHEIM – Wer von der Laubenheimer Parkseite zur Rheinseite  durch die Bahnunterführung geht, hat sie sicher schon bewundert: Die wunderschöne Neugestaltung der Säulen. Jede Säule steht für einen Verein oder eine Institution des Stadtteils, allen voran der Ortsbeirat, dicht gefolgt von der Sängervereinigung. Mit dabei sind auch der Vereinsring, der FSV Alemannia, die Sportakrobaten, der Turnverein, die Freiwillige Feuerwehr, die Schwarzen Gesellen, die Arbeiterwohlfahrt, die Katholische junge Gemeinde, die Athleten, der Heimat- und Verkehrsverein und die ULKer. Alle Laubenheimer Vereine hatten vorab die Chance, sich an der Säulengestaltung zu beteiligen und den Auftrag an den Künstler, der nicht genannt werden möchte, zu erteilen. Die Resonanz bei der Einweihung im August durch Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter ist durchweg positiv. Und die große Sorge aller anwesenden Vereinsvertreter, die mit großen Aufwand verzierten Säulen könnten Vandalismus zum Opfer fallen, hat sich zur großen Freude der Laubenheimer nicht bewahrheitet: Auch im Herbst strahlen die Säulen in den schönsten Farben und die Bemalung ist wie neu.

Die Idee zur Verschönerung der Säulen hatte Eddy Ginter, früherer Vorsitzender der Sängervereinigung und bis heute aktives Mitglied. Seit Jahren stört er sich an der unansehnlichen Unterführung, die er stets durchqueren muss, wenn er von Ost- nach West-Laubenheim gelangen will. Auf dem Weg zum alljährlichen Neujahrsempfang der SVL kam ihm der Gedanke, dass alle Laubenheimer Vereine sich auf den Säulen verewigen könnten – ein schönes Sinnbild für die tragende Rolle, die die Vereine für die Ortsgeschichte spielen.  Gerhard Strotkötter fand die Idee sofort großartig, doch mussten erst bei sehr vielen Ämtern noch viel mehr Anträge gestellt und genehmigt werden, bis endlich Farbe auf die Betonsäulen gepinselt werden durfte.  Vier lange Jahre dauerte dieser Prozess. Umso schöner, dass die Laubenheimer sich jetzt hoffentlich viele Jahre länger Tag für Tag daran erfreuen dürfen!

Text von Natacha Olbrich