MAINZ-BINGEN – Zuschüsse in Höhe von über 38.500 Euro hat der Mainz-Binger Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung für Projekte des Demografie Förderprogramms bewilligt. Fünf Kommunen sowie die KVHS Mainz-Bingen und ein Verein stellen dieses Jahr verschiedene Projekte zur Verfügung und können sich somit der Unterstützung des Förderprogramms sicher sein.

Insgesamt werden elf Projekte gefördert: Ein Teil des Geldes fließt in das Wohnprojekt der Binger Wohngenossenschaft, die davon Workshops und Expertenberatungen anbieten möchte. In  Ingelheim kommt die Förderung gleich zwei Projekten zugute: Zum einen möchte das Weiterbildungszentrum (WBZ) Workshops für Inklusionsassistentinnen und -assistenten anbieten, zum anderen betreut die Selbsthilfegruppe Parkinson ein Tanz- und Bewegungsseminar für Parkinson Patienten.

Unterstützt werden auch zwei Projekte des Familien-Zentrums Nieder-Olm: eine Babysitter- und Seniorenhelferbörse sowie den Herzenssachen-Workshop „Schluss mit lustig? – Gedanken rund ums Alter“. Die Stadt Oppenheim startet mithilfe des Förderbeitrags ein Inklusionsprojekt zur digitalen Teilhabe, bei dem Bürgerinnen und Bürgern der Umgang mit ihren eigenen digitalen Geräten erleichtert werden soll. Das Seniorenbüro Nierstein beginnt eine ganze Workshop-Reihe zum Thema Meditation und Achtsamkeit. Ebenfalls in Nierstein angesiedelt ist das Demenzcafé des evangelischen Familienzentrums. Hier sollen künftige Aktivitäten finanziert werden. Der Verein „miteinander-wohnen-Rheinhessen“ steckt die Fördergeldern in die Planung eines neuen Grundstücks für ein Mehrgenerationswohnprojekt in Bubenheim.

Die KVHS Mainz-Bingen bietet zwei virtuelle Lernkurse an. Es geht um eine Tour durch die virtuelle Realität sowie um ein Projekt zum „Leben und Lernen in der digitalen Welt im Landkreis Mainz-Bingen“. Das Demografie-Förderprogramm hilft dabei, die Infrastrukturen im Kreis dem demografischen Wandel anzupassen. Außerdem gilt es, den Kreis für junge Familien attraktiv zu halten. Auch Angebote für Menschen mit Behinderung sollen weiter ausgebaut werden. Hier bestehen oft Überschneidungen mit den Anforderungen von älteren Menschen, etwa in Hinsicht auf Mobilität und dem barrierefreien Wohnen. Pro Projekt stehen bis zu 5000 Euro zur Verfügung.

Text von Lara Dreesbach