MAINZ – Ein Licht anzünden für Begegnung und Ermutigung: Gerade in dieser Zeit der Corona-Pandemie, in der der persönliche Kontakt schwierig und nur eingeschränkt möglich ist, sind Selbsthilfegruppen für Betroffene ein wichtiger Anker. Für die Aktion „Mut-Mach-Licht“ haben Engagierte in der Selbsthilfe auf Initiative der Selbsthilfe-Kontaktstellen in Rheinland-Pfalz am 20. Dezember 2020, dem 4. Advent, als Zeichen der Verbundenheit mittags zuhause eine Kerze angezündet. Die KISS Mainz erreichten zahlreiche kreative Fotos die davon zeugen, dass es auch in schwierigen Zeiten trotz Distanz möglich ist, zusammenzustehen und sich gegenseitig zu ermutigen. Für Betroffene, die beispielsweise mit Sucht- oder psychischen Problemen zu kämpfen haben, sind die Einschränkungen durch die Pandemie eine besonders hohe Belastung. Auch die Suche nach geeigneten Räumen außerhalb gesundheitsversorgender Einrichtungen stellt noch immer eine große Herausforderung dar.

Gruppentreffen wieder möglich?

Persönliche Treffen waren für die Gruppen im Zuge der Lockdowns zeitweise nicht möglich. Mit Erfolg haben sich die Selbsthilfe-Kontaktstellen dafür eingesetzt, dass Selbsthilfegruppen als systemrelevant anerkannt wurden und Treffen unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen zumindest für die Geltungsdauer der 14. Corona-Bekämpfungs-Verordnung vom 14. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 möglich waren. Die neue Verordnung lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Aktuelle Informationen zu den Regelungen finden Sie auf der Homepage der KISS Mainz unter www.kiss-mainz.de oder auf der Webseite der Landesregierung Rheinland-Pfalz www.corona.rlp.de. Die Mutmach-Aktion wurde in weiten Teilen von der AOK gefördert.

Caroline Gerigk