Jede Menge Unrat an der Sammelstelle am Vereinshaus – Foto: Kanu Club Oppenheim

OPPENHEIM – Nichtstun in Pandemiezeiten ist keine Option für die jugendlichen Sportler des Kanu Club Oppenheim. „Natürlich hoffen wir, dass es bald Lockerungen geben wird und wir wieder in der Gruppe trainieren können“ formuliert Jugendwart Yannick Veith die Situation, „… das ist aber kein Grund, solange untätig zu sein“. Über soziale Medien wurde beraten und es waren die Jugendlichen, die zum „Rhine-clean-up“ Ende Februar aufriefen. Die Aktion wurde in Zweier- und Familien-Teams organisiert. Zehn Teams verteilten sich an den Ufern des Hafens bis zur Natorampe. Bei für die Jahreszeit frühlingshaften 18 Grad ging es ausgerüstet mit Greifern, Säcken und Handschuhen ans Werk. Auch Kanadier wurden bei noch frischen Wassertemperaturen um 7 Grad als schwimmende Mülltransporter eingesetzt. Am Ende füllten die Teams 18 Müllsäcke, sammelten dazu noch Styroporplatten, ein Wasserfass und jede Menge Pfandflaschen. Die Stadt Oppenheim unterstützte die Aktion und holte den Unrat am Vereinshaus ab.

In normalen Jahren startet nach Ostern das Kanutraining ab neun Jahre mit pro Woche zwei Trainingseinheiten für Fortgeschrittene und einem Anfängertraining. In diesen Tagen ist individuelles Paddeln für die Älteren und Erfahrenen möglich. Das Training in Gruppen ist dagegen nicht zugelassen. Davon werden die Kanuten und viele Sportarten des Breitensports hart getroffen. Die Einbindung junger Menschen in ein aktives Miteinander ist unser Ziel. Also lasst uns weiter mit alternativen Aktionen und Müllsammeln auf eine Zeit nach der Pandemie hoffen.

Bruno Krüger