LAUBENHEIM – Der „Brotkorb“ – also die kostenlose Lebensmittelausgabe an Bedürftige – ist wichtiger denn je. Auch in Laubenheim gibt es einen „Brotkorb“. Seit dem Jahr 2010 sorgt ein Team aus ehrenamtlichen Alltagshelden für einen reibungslosen Ablauf.
Und kürzlich gab es einen Grund zum Feiern und für einen stolzen Rückblick: Das „Brotkorb“-Team hatte die 500. Lebensmittelausgabe. „In der Regel kommen 30 bis 35 Klienten“, erläuterte Dorothea Lang von der Evangelischen Kirchengemeinde, die den Laubenheimer „Brotkorb“ zusammen mit der Katholischen Pfarrgemeinde und der Awo organisiert. Kooperationen bestehen zudem mit den Brotkorb-Einrichtungen in Gonsenheim, Weisenau und in Mainz-Kastel. Zu viert teilt man sich beispielsweise ein Transportfahrzeug.
Und noch einen Grund zur Freude gab es: Im Rahmen der 500. Ausgabe erhielt der „Brotkorb“ jetzt 5100 Euro. Die stattliche Summe stammte von der Aktion „Laubenheimer halten zusammen!“, der Verteilung von bezuschussten FFP2-Masken in der Rheintal-Apotheke von Januar bis April dieses Jahres. Dabei konnten die berechtigten Bürger zweimal je sechs FFP2-Masken abholen. Dabei war auch ein Eigenanteil von jeweils 2 Euro pro Maske zu leisten. Dieses Geld wurde von Ulrike Werner, Inhaberin der Rheintal-Apotheke, an den Brotkorb Laubenheim gespendet.
Seit etwa acht Jahren ist der Laubenheimer „Brotkorb“ unweit der Autobahn ansässig. Im Juni 2019 wurde das Gebäude im Rahmen der 72 Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend auf Vordermann gebracht. Sämtliche Außenwände wurden mit Holz neu verkleidet, Schadstellen saniert, Wände neu isoliert, Fensterrahmen und -läden imprägniert und lasiert, Innenräume frisch gestrichen und vieles mehr. Das alles haben engagierte junge Leute in Eigenregie organisiert und durchgeführt.
Inzwischen hat der „Brotkorb“ nach Corona-bedingten Einschränkungen wieder regelmäßig geöffnet: freitags von 11 bis 12 Uhr erfolgt die so wichtige Lebensmittelausgabe.
Von Ralph Keim