LAUBENHEIM – Die Mitglieder des Ökumenischen Besuchskreises in Laubenheim trafen sich jetzt im evangelischen Gemeindezentrum. Zweck waren ein Erfahrungsaustausch und die Stärkung der Gemeinschaft. Dabei wurden die Weihnachtskarten und die Geburtstagskarten sowie kleine Aufmerksamkeiten ausgehändigt. Als Dankeschön gab es leckeren Glühwein.

Seit der Gründung des Besuchskreises im Jahr 1988 werden alle Gemeindemitglieder der beiden Kirchengemeinden ab dem 80. Lebensjahr von dessen Mitgliedern besucht. In Laubenheim gibt es derzeit über 500 Bürgerinnen und Bürger, die dieser Altersklasse angehören und von 50 Besucherinnen und Besuchern zum Geburtstag aufgesucht werden. Zu allen runden und halbrunden Geburtstagen werden dabei kleine Präsente überreicht. Auch der Seniorenbereich der Hildegard-von-Bingen-Residenz in der Rüsselsheimer Allee wird dabei bedacht.

Obwohl alle Corona-Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandsreglungen bei den Besuchen eingehalten werden müssen, erzeugen diese Besuche, wenn auch nur an der Gartentür, viel Freude und Dankbarkeit. Der Besuchskreis hört sich geduldig an, wie die älteren Menschen mit der schlimmen Corona-Situation zurechtkommen. Einsamkeit und Mutlosigkeit klingen da oft durch. Die Mitglieder des Besuchskreises versuchen jedoch trotz Kontaktbeschränkungen immer, den Jubilaren auf Abstand zu begegnen, um diesen mit Grüßen, Anrufen und kleinen Aufmerksamkeiten ein bisschen Freude zu bereiten. Vera Martin-Müller aus dem Leitungsteam des Besuchskreises sagt: “Wir nehmen uns immer Zeit, denn Zeit ist das wertvollste Geschenk, das wir älteren Menschen machen können. Aus vielen Treffen mit den Besuchten sind teilweise schon gute Bekanntschaften entstanden. Wir wollen den Besuchskreis aktiv gestalten und allen Mithelfern ganz herzlich für ihr Engagement im Ehrenamt danken. Bleiben wir weiterhin achtsam und optimistisch. Der Theologe und Schriftsteller Dietrich Bonhoeffer hat so recht mit seiner Aussage, dass Optimismus die Gesundheit des Lebens ist und die Kraft der Hoffnung.“ Der Besuchskreis heißt alle, die Lust und Zeit haben, sich darin ehrenamtlich zu engagieren, herzlich willkommen.

Klaus Schmitt