MAINZ – Im Vorfeld der Segnung des ersten Teilabschnitts der neuen Domorgel ist das Instrument der Presse vorgestellt worden. Über dem neu gestalteten Windfang des Eingangs am Marktportal hängt die neue Orgel auf einer im Gewölbe verankerten Stahlplattform. An sechs Stahlseilen hängt das Werk mit einem Gewicht von insgesamt etwa 20 Tonnen, auf etwa zehn Quadratmetern Grundfläche sind 49 Register untergebracht, die primär zur Unterstützung des Gemeindegesangs ausgelegt sind.

Das erste Teilwerk befindet sich über dem Windfang an der Marienkapelle, an einem völlig neuen Standort. Dieser Teil der Orgel ist besonders für die Unterstützung des Gemeinde_gesangs konzipiert. „Dieser Standort spielt eine Schlüsselrolle für den Klang der neuen Orgel“, erklärte Domorganist Professor Daniel Beckmann. Die Orgel sorge für sehr transparente Klänge im Dom, besonders im Langhaus sei sie gut zu hören. „Bislang hat sich die  Gemeinde von der Orgel nicht getragen gefühlt, sie war unsichtbar und auch teilweise unhörbar. Das wird sich jetzt ändern“, freut er sich.

„Die Spenden für die neue Mainzer Domorgel sind eine regelrechte Bürgerbewegung“,  sagte Sabine Flegel, die Vorsitzende des Mainzer Dombauvereins. „Wir sehen das als ein Jahrhundertprojekt“, hob Flegel die Bedeutung hervor. 1,1 Millionen Euro konnte der Dombauverein bislang zum Bau der neuen Orgel beisteuern.

Neben dem Dombauverein unterstützt auch die Stiftung Hoher Dom zu Mainz das Projekt, die den Spieltisch finanziert hat. Vorstands-Mitglied Hans-Günter Mann erklärte, die Stiftung sei mit einem Gründungskapital von 800.000 Euro begonnen worden und das Stiftungskapital belaufe sich inzwischen auf rund 4,2 Millionen Euro. „Das Geld wird eingesetzt für die finanzielle und ideelle Förderung des Doms“, sagt Mann.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt des Domorgelprojektes belaufen sich auf insgesamt rund 1.480.000 Euro. Dazu kommen Baunebenkosten in Höhe von etwa 250.000 Euro. Noch zu erwarten sind Kosten in Höhe von etwa 31.000 Euro für die Anbindung der Orgel an die Medienanlage. Am 18. Oktober beginnt der zweite Bauabschnitt.

red