MAINZ – Legale Flächen für erfahrene Graffiti-Künstler, aber auch für junge und weniger erfahrene Sprayer stehen in extra dafür vorgesehenen Bereichen auf dem Stadtwerke-Gelände des „Alten Gaswerks“ in der Weisenauer Straße zur Verfügung. Heute stellten Thomas Beckmann vom Fanprojekt Mainz e.V., die Mainzer Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse und Vertreter des Letterbox Kollektivs vor Ort Einzelheiten des Projekts vor.

2018 hat das Fanprojekt Mainz an der Weisenauer Straße sein neues Domizil bezogen. In den denkmalgeschützten Gebäuden wurden in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Mainzer Stadtwerke Büroräume bezogen, ein Jugendtreff eingerichtet und die Fankneipe „Kick ’n Rush“ etabliert.

„Die pädagogische Arbeit des Fanprojektes zielt natürlich in erster Linie auf Jugendliche und Heranwachsende aus dem Fanumfeld des 1.FSV Mainz 05 ab“, erläutert Thomas Beckmann. Doch die Berücksichtigung und Einbindung anderer kultureller Einrichtungen und Subkulturen in Mainz seien schon bei den ersten Konzepten zur Nutzung des ehemaligen Gaswerk-Geländes ein wesentlicher Faktor gewesen: „Gerade die vielfältigen Schnittmengen zwischen Fußballfans und etwa der Hiphop- und Graffitiszene machen ein solches Graffiti-Projekt sinnvoll. Auch vor diesem Hintergrund haben wir bereits im Jahr 2015 in Abstimmung mit der Stadt und Kulturdezernentin Marianne Grosse die Patenschaft für die Graffiti-Gestaltung der Brückenunterführung an der Koblenzer Straße übernommen.“

Der Zugang zu den Wänden auf dem Gelände des Alten Gaswerks ist grundsätzlich für alle interessierten Sprayer offen – allerdings nur zu bestimmten Zeiten und nach vorheriger Absprache und mit Begleitung durch das Fanprojekt. Das Sprayen ist zudem ausschließlich auf den dafür extra installierten Wänden und Flächen gestattet.

red