BODENHEIM – Feierlich, trotz Corona, war es doch noch etwas. Nur wenige Personen nahmen an der Freigabe des 1. Bauabschnittes teil. Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig ließ es sich nehmen, die Straße freizugeben. 7 Scheren brachte er mit, 7 Personen durften das Band durchschneiden. Nun darf wieder vom Schönbornplatz über die Eselsrutsch bis zum „Lenz“ gefahren werden.

Bei seiner Ansprache berichtete er über die langwierigen Vorarbeiten, das Abstimmen mit vielen „Mitspielern“, um dann am Ende doch pünktlich und im finanziellen Rahmen zu sein.

210 laufende Meter neue Straße wurden neugestaltet, insgesamt 658000 Euro ausgegeben. Einen Teil der Kosten übernehmen andere Träger im Rahmen der Ortskernsanierung.

„Erst wurden alle Versorgungsleitungen (Strom, Wasser, Abwasser, Telefon usw.) in der Tiefe verbaut, dann begann der obere und somit auch sichtbare Teil der Erneuerung“, so der Ortsbürgermeister. „Alle unter einen Hut zu bringen und dann eine zeitliche und monetäre Ziellandung zu schaffen, haben wir dem Planungsbüro SIA aus Alzey zu verdanken.“

Auch die Denkmalpflege sprach bei der Gestaltung mit. So wurden die Farben der Pflasterung denen der anliegenden zum Teil historischen Häuser angepasst, der Bereich harmonisiert.

„Ziel war es seitens der Ortsgemeinde, die Einbahnstraßen-Regelung aufheben zu können“, so der Ortsbürgermeister. „Es gab im Vorfeld viele Gespräche mit den Anliegern, die z.T. ihrem Gewerbe nachgehen und Lieferverkehr produzieren!“ Trotzdem wurde eine verkehrsberuhigte Zone mit Schrittgeschwindigkeit eingerichtet. Vier Parkplätze sind ausgewiesen durch Nägel in der Pflasterung.

Vier verschiedene Pflasterarten wurde in einem komplizierten Verlegemuster verbaut. Offiziell heißt das „farbstatischer Aufbau“.

Und es wird weiter gehen: Als nächstes Projekt stehen die Neugestaltung von 320 Metern der Mainzer Straße durch die Mainzer Port Straße und die Zwerggasse bis zur Bäckerei Siener an, genauso umfassend wie der 1. Teil. Auch sollen wieder die Anlieger eingebunden werden.

Thomas Becker-Theilig: „Mit den Anliegern werden wir die Einweihung nachholen, sobald Corona das zulässt!“

Wolf-Ingo Heers