OPPENHEIM – In Zeiten von Corona bleibt aktuell auch das Oppenheimer Jugendhaus bis auf weiteres geschlossen. Um trotzdem mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben, wird das Motto der im Frühjahr umgesetzten Medienaktionswoche „digital trifft analog“ kurzerhand umgedreht und in „analog trifft digital“ umgewidmet. So stellt das Mitarbeiterteam neben vielen kreativen Onlinetipps für Schule und Freizeit das Medienmaskottchen „Hugo“ als analoge Malvorlage per Download auf der Jugendhauswebseite digital zur Verfügung. Gesucht wird ein neuer Freund für Hugo, also – ran an die Stifte.

„Digital trifft analog“ war das Motto der Aktionswoche Medien noch vor einigen Wochen im Offenen Treff des Oppenheimer Jugendhauses. Jedes Jahr beteiligt sich die Einrichtung in Trägerschaft des Evangelischen Dekanates Ingelheim-Oppenheim am internationalen Safer Internet Day, deutschlandweit organisiert von klicksafe.de. „Volles Haus“ – so auf den Punkt gebracht das schlichte Fazit des Jugendhausleiters Jürgen Salewski. Über 12 Jugendliche nahmen an der Game-Night teil, eine LAN-Party in Kooperation mit medien.rlp.de (Institut für Medien und Pädagogik e.V. Mainz). Über das gemeinsame Spielen an mehr als zehn vernetzten Rechnern, gestengesteuerten Games, Tablet-Rallyes bis hin zum Eintauchen in neue Spielwelten mit einer Virtual-Reality-Brille: Spannend wie kreativ waren die einzelnen Stationen, die im Kidsclub, im Offenen Treff und im Schülercafé die Jugendhausbesucher*innen begeisterten. Was „Fake-News“ sind, das galt es anhand eines QR-Code-Quiz herauszufinden. Kreative Bastelangebote standen ebenso auf dem Programm wie ein Spielnachmittag für Eltern und Kinder. Ob Pixelbilder, „Audiofische“ oder LED-Taschenlampen basteln, 3D-Hologrammvideos oder gezeichnete Bilder mit der App Quiver digital zum Leben erwecken – die Begeisterung war groß und gegen Ende waren sich alle einige: Bitte wiederholen!

Mehr noch, die Jugendlichen äußerten ganz genaue Wünsche und konkrete Workshopideen: „Ich möchte gerne Programmieren lernen“ wünscht sich ein 16-jähriger. Und während der 12-jährige David gerne mehr über die Erstellung von Videoclips und die Nutzung eines Greenscreens erfahren möchte, setzte die gleichaltrige Carolina gleich ihr neues fotografisches Wissen um und schoss tolle Naturbilder aus verschiedenen Perspektiven im Hof des Jugendhauses. Eine kleine Bilderreihe der Aktionswoche ist auf der Website des Jugendhauses zu bestaunen. Dem Mitarbeiterteam ist auch das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig, daher steht seit Mitte Februar eine Handy-Recyclingbox des NABU bereit, um nicht mehr genutzte Technik wie alte Smartphones, Headsets, Ladegeräte etc. zu sammeln.

Kreative Köpfe gefragt

Wer hätte nun gedacht, dass innerhalb weniger Wochen das Jugendhaus bis auf weiteres geschlossen bleibt. Das Mitarbeiterteam möchte den Kindern und Jugendlichen trotzdem nahe sein und bietet auf ihrer Website kreative Tipps für Freizeit und Schule, welche die Langeweile vielleicht ein wenig vertreiben können. Mehr noch, unter dem Motto „Ein Freund für Hugo“ steht das Medienmaskottchen als Ausmalbild zum Download bereit. Die Idee dahinter: Solange das Jugendhaus geschlossen bleibt, haben Kinder die Möglichkeit, die Vorlage auszumalen oder bunt zu bekleben sowie anschließend zu fotografieren und dem Jugendhausteam per E-Mail an info@jugendhaus-oppenheim zu senden. Aber auch Jugendliche können zu Stift und Papier greifen und ein Freund für Hugo zum Beispiel im Mangastil zeichnen. Sobald das Jugendhaus wieder geöffnet ist, werden alle eingereichten Bilder ausgestellt und gemeinsam abgestimmt, welches Bild als Vorlage dient, um als neuer Freund für Hugo genäht zu werden – ganz analog.

Logo

Hugo, das Medienmaskottchen des Jugendhauses. Bildnachweis: Jugendhaus Oppenheim.


Kontakt: 
Jugendhaus Oppenheim (Evangelisches Dekanat), Rheinstraße 43, 55276 Oppenheim, Telefon: 06133 4188, E-Mail: info@jugendhaus-oppenheim.dewww.jugendhaus-oppenheim.de.