Start Mainz-Ebersheim Rheinhessenstraße: Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben

Rheinhessenstraße: Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben

Ebersheim – Das Sommergespräch mit Ortsvorsteher Matthias Gill (Grüne) beginnt ganz unpolitisch. Gerade hat er in der Ortsverwaltung drei Standarten ehemaliger Ebersheimer Gesangvereine aufgehängt und kann sich gar nicht beruhigen ob der Schönheit der handgestickten Arbeiten von anno dazumal. Beim Thema Rheinhessenstraße aber wird Gill energisch: „Wir hatten eine Woche Vollsperrung und das befürchtete Chaos ist ausgeblieben.“

Etwas mehr Begegnungsverkehr habe es in der Nieder-Olmer Straße gegeben, das war´s. Das werfe die Frage auf warum die Rheinhessenstraße so belastet ist. Und die beantwortet er selbst: „Es ist der Ausweichverkehr, der den Stau am Autobahnkreuz Süd umgehen will.“ Das bedeute: „Man muss erst die Kontenpunkte in Ordnung bringen, bevor man darüber nachdenkt, die Landesstraße, die durch die Dörfer geht, vierspurig auszubauen.“ Dies seien in der Hauptsache die Schiersteiner Brücke, das B9-Nadelöhr Nierstein und das Autobahnkreuz Mainz-Süd.

Ganz wichtig sei, den ÖPNV attraktiver zu machen, und dafür sieht Gill den Landkreis in der Pflicht. „Der Landkreis weist immer wieder neue Baugebiete aus, ohne sich darum zu kümmern, wie die Bürger in die Zentren und auf die Arbeit kommen.“ Eine Straßenbahn vom Hechtsheimer Mühldreieck bis nach Mommenheim, so lautet die Wunschvorstellung von Matthias Gill.

Das neue Regenrückhaltebecken nimmt inzwischen Formen an. Wo früher bei Starkregen Wasser und Schlamm den Stadtteil überfluteten, sollen der größer dimensionierte Kanal und das größere Regenrückhaltebecken das in Zukunft verhindern. Aber Gill weiß: „Dem großen Projekt müssen noch viele kleinere folgen.“ In dem Zuge hat er angeregt, statt neuer Versickerungsmulden auf den Feldern auszuheben, die alten erst mal freizuschneiden. Das habe der Wirtschaftsbetrieb auch zugesagt – für August.

Das Generationenwohnen der Wohnbau ist in Betrieb und wird gut angenommen. Inzwischen hat auch das Café geöffnet und mit der Töngeshalle soll es nun auch vorangehen. Der veränderte Bewilligungsbescheid liege beim Innenministerium. So dass Gill auf eine Baubeginn im Spätjahr oder Anfang 2019 hofft. Auch das Projekt Baugesellschaften gehe voran. Ein Architektenwettbewerb hat stattgefunden und: Es gibt sogar einen Gewinner“, so Gill