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Sätze wie Hammerschläge

Gonsenheim – Lange hat man in Mainz nichts mehr von ihm gehört. Klaus Bernhard Hofmann, den alle nur Klaus Hofmann nennen, war Kommunikationschef des Schott-Konzerns. Zuvor war er Pressesprecher im Wirtschaftsministerium von Thüringen und im CDU-Kompetenzteam bei Julia Klöckner. Noch immer ist er im Kommunikationsbereich tätig, jetzt beim VAA, der Interessenvertretung für Führungskräfte der chemischen Industrie. Er wirbt für eine enge Verzahnung von Wirtschafts- und Umweltpolitik. Nun meldet er sich, der in Köln und Gonsenheim lebt, wieder, denn ein Ereignis hat ihn maßlos beindruckt. Er war beim Papst, nahm an einer Sonderaudienz teil und diskutierte mit mehr als 60 Familienunternehmen in Rom über nachhaltiges Wirtschaften und Wege konkreter Umsetzung in den Unternehmen im Sinne der Enzyklika „Laudatio si“.
Auf Einladung des BDE, Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft ging es auf diesem Römischen Forum um verantwortungsvolles Unternehmertum, um die Bewahrung der natürlichen Lebensverhältnisse und um die Verantwortung für die Schöpfung. Schon Franz von Assisi setzte sich für Achtsamkeit gegenüber den Schwachen und für eine froh und authentisch gelebte Ökologie ein. Ihn habe Papst Franziskus bei seiner Ansprache innerhalb der Audienz in der Sala Clementina im Vatikan zitiert und betont, jeder trage eine Verantwortung für die Zukunft des Planeten und die Wirtschaft habe dem Nächsten zu dienen. Im Gespräch mit der Lokalen Zeitung sagte Klaus Hofmann: „Ich war tief beeindruckt von diesem unglaublich charismatischen Papst. Man sah, dass es ihm ein Anliegen ist, gemeinsam mit der Wirtschaft etwas zur Bewahrung der Schöpfung zu tun.“

„Sätze wie Hammerschläge“ ordnet Hofmann Erzbischof Dr. Georg Gänswein zu und bezeichnet dessen Predigt als höchst eindrucksvoll. Er habe einen Schulterschluss der Kirche mit Unternehmen und den Armen gefordert. An die Wirtschaft ging die Aufforderung, sich für das Gemeinwohl zu engagieren.

Beeindruckt hat Hofmann auch der Tagungsort, die päpstliche Akademie der Wissenschaften, der „wichtigsten Akademie der Welt“, wie Hofmann sagt. Fast alle Nobelpreisträger seien Mitglied. Nach zwei Tagen Diskussion, Vorträgen, Workshops mit Wissenschaftlern und Unternehmern über Nachhaltigkeit wurden die Ergebnisse Papst Franziskus vorgestellt. Diese beinhalten Projekte, die begonnen oder intensiviert werden sollen. In zwei Jahren kommt es bei einem Folgetreffen zur Auswertung der Projekte.