SPD-Vorsitzende Katina Tiesler setzt auf mehr Lebensqualität in Mombach

Mombach – Die Zusage der Stadt, die vierte IGS in Mainz im Stadtteil Mombach anzusiedeln, freut Katina Tiesler. „Für uns ist es wichtig, dass man sein Abitur in Mombach machen kann.“ Die 34-jährige ist seit Januar die neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, eine Arbeit, die ihr entspricht und für die sie sich gerne einsetzt, im Kleinen wie im Großen. „Was ich so schön finde im Ortsverein ist, dass man auch kleine Dinge umsetzen kann“, sagt die Mutter von zwei Kindern. Dem viermonatigen Mädchen im Kinderwagen ist es auch geschuldet, dass Tiesler sich mit der Lokalen Zeitung im Freien, in der Franz-Vlasdeck-Anlage, trifft. Es ist einer ihrer Lieblingsplätze im Stadtteil. In Mombach lebt die Frau, die sich beruflich mit PR und Unternehmenskommunikation befasst, seit Ende 2012. Ihren Beruf hat sie für die Familie derzeit unterbrochen. Geboren und aufgewachsen in einer politisch aktiven Familie in Baden-Württemberg, war Katina Tiesler schon früh mit politischer Arbeit vertraut.

Den Generationenplatz mit hohem Baumbestand, Spielgeräten, Aufenthaltsmöglichkeiten für Erwachsene und Senioren, auf dem noch Hunde frei laufen dürfen, findet sie sehr gelungen. Vor allem, weil hier wirklich die Generationen miteinander agieren. Während des Gesprächs sitzt gerade eine Seniorengruppe aus dem benachbarten Ursel-Distelhut-Haus auf Bänken und singt.

Für die IGS habe man jahrelang gekämpft. „Jetzt werden wir uns in die Spur machen, das umzusetzen.“ Vom Thema Schulen und Kitas ist Tiesler auch als Mutter betroffen. „Wir wollen, dass die Pestalozzischule Ganztagsschule wird“, nennt sie als weiteres Ziel. Auf die Mutterrolle will sich die tatkräftige, zupackende Frau nicht reduzieren lassen, auch der Rheinstrand liegt ihr am Herzen. Tiesler: „Es ist nicht ganz einfach, hier die Natur für die Bewohner genießbar zu machen, wir haben ein großes Naturschutzgebiet.“ Aber ein paar hundert Meter zwischen ehemaligem Knüller und Autobahnbrücke könne man für Bürger zugänglich machen. „Das ist bis jetzt noch ein schöner Traum“, so Tiesler weiter, „Der Flächennutzungsplan müsste geändert werden, da ist noch ein hartes Brett zu bohren.“ Der Mom-Beach werde im Sommer sehr stark bevölkert. Den schönen Sandstrand zwischen Schiersteiner Brücke und Budenheim aber solle man der Natur lassen.

Mehr Lebensqualität für Mombach ist großes Thema, denn man weiß, der Stadtteil hatte bislang nicht den besten Ruf. Positiv sieht Katina Tiesler in dem Zusammenhang auch die Entwicklung der Hauptstraße oder die neuen Wohnbauhäuser in der Suderstraße. „Hier hat sich viel geändert.“

Für den SPD-Ortsverein bringt sie das nötige organisatorische und kommunikative Geschick mit, ist sehr gut vernetzt und engagiert. Für die Zukunft hofft die neue Vorsitzende, dass mehr Menschen mit Migrationshintergrund sich politisch engagieren, schließlich sei die Mitgliedschaft in der SPD nicht an die Staatsbürgerschaft gebunden. „Viele denken, nur weil sie hier nicht wählen dürfen, hätten sie kein Mitspracherecht, aber das stimmt nicht und wir würden uns sehr freuen, wenn der Ortsverein immer bunter würde“, so Tiesler.