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Stummfilm-Klassiker im Mondschein

KOSTHEIM – Das war mal was anderes: Auf der Leinwand flimmerte kein Blockbuster, sondern Klassiker der legendären Stummfilmära: „Die kleinen Strolche“, Charly Chaplin in „Der Abenteurer“, Harold Lloyd in „Nur nicht schwach werden“. Und nicht nur das: Diese Klassiker liefen unter freiem Himmel, begleitet von Livemusik.

Als das Wanderkino kürzlich auf Einladung des Fördervereins der Stadtteilbibliothek in Kostheim gastierte, bauten die Macher, die beiden Leipziger Künstler und Musiker Tobias Rank und Gunthard Stephan, Leinwand und Projektor auf dem Platz neben der Bücherei auf. Ein altes Feuerwehrauto, in dem die Utensilien für das Wanderkino von Ort zu Ort transportiert werden, signalisierte schon von weiten: Hier ist etwas besonderes im Gange.
Bei Einbruch der Dunkelheit ging es dann los mit den Klassikern der Stummfilmzeit, als die Bilder etwas schneller liefen, als die Schnitte etwas ruckartiger waren und als noch keine Synchronsprecher gebraucht wurden. Doch ganz so stumm waren die Filme dann doch nicht. Denn Tobias Rank und Gunthard Stephan spielten dazu live auf der Geige und auf dem Piano und sorgten für eine ganz bestimmte Stimung am späten Abend.

Zum Teil mehr als 100 Jahre haben die Streifen mittlerweile auf dem Zelluloid, doch auch in Zeiten digital produzierter Blockbuster und High-Tech-Streifen haben sie nichts an Faszination verloren. Vielleicht oder gerade deshalb lacht man noch mal so gerne über die Missgeschicke und Abenteuer der Protagonisten, die sich auf der Leinwand abmühen.
Filme der Jahre 1895 bis 1930 hat das Leipziger Wanderkino in seinem Repertoire. Gezeigt werden sie in der REgel mit einem 16-Millimeter-Projektor, zum Teil auch über 35-Millimeter. Die Geräte haben ebenfalls etliche Jahrzehnte auf dem Buckel, sind aber außerordentlich robust und laufen noch immer einwandfrei.
Weitere Informationen gibt es unter www.wanderkino.de.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei Journal LOKAL - die lokale Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben "Mainz", „Mainz-Mitte“ und „Mainz-Mombach“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“