MAINZ – Aus Anlass des 200. Geburtstages der Region Rheinhessen im vergangenen Jahr präsentierte der Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum eine Sonderausstellung mit dem Titel „Geschichte der Fastnacht in Rheinhessen“, die mehr als 4000 Besucher in das Fastnachtsmuseum lockte. Diese Ausstellung soll demnächst in einigen Kommunen der Region wiederholt werden.
Bereits jetzt gibt es eine Broschüre dazu: „Rheinhessen und Fassenacht“ basiert auf den Daten, Fakten, geschichtlichen Hintergründen, Bildern und vielem anderen mehr, die nach Auffassung der Organisatoren der Ausstellung viel zu wertvoll sind, um einfach „in der Schublade“ zu verschwinden. Gemeinsam mit den Autoren Peter Krawietz, Michael Kläger, Bernd Mühl schufen Verleger Michael Bonewitz zusammen mit dem Mainzer Karikaturisten Klaus Wilinski und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Gerd Ludwig, eine lesenswerte Broschüre.
Dabei taucht der Leser in die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ereignisse der damaligen Zeit vom 17. bis 19. Jahrhundert ein. Und wer es (noch) nicht weiß: Die Fastnacht kam von Köln nach Mainz, wo sie sich allerdings zu einem Bürgerfest mit zeitkritischen Elementen entwickelte. Diese heute nicht mehr wegzudenkenden Elemente – beispielsweise die Unifiormen der Garden, das Marschieren der Aktiven, der Spott der Vorträge, die geschliffenen Verse der Lieder – steht in enger Verbindung mit den politischen Geschehnissen jener Jahre – nicht nur in Mainz, sondern in der ganzen Region.
„Rheinhessen und Fassenacht“ ist im Verlag Bonewitz erschienen und zum Preis von 5 Euro im Fastnachtsmuseum erhältlich. Das Fastnachtsmuseum hat dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.