Von Rheinhessenwein zum dritten Mal ausgezeichnet!

Hechtsheim – Das traditionelle Weinfest im Kirchenstück hatte inmitten der Hechtsheimer Weinberge an vier Tagen geöffnet. Ausrichter war seit 1986 die Winzervereinigung Mainz-Hechtsheim mit Marcus Clauß als erstem Vorsitzenden. Seit drei Jahren gehört das Fest zu den von Rheinhessenwein ausgezeichneten Weinfesten.

Beim Kirchenstück handelt es sich um eine alte schöne Weinlage von Hechtsheim. Da die Winzer die strengen Kriterien auch künftig erfüllen, darf sich das Kirchenstückfest für weitere drei Jahre mit der „Weinfest ausgezeichnet“-Plakette schmücken und sich zum erlauchten Kreis der ausgezeichneten Weinfeste zählen. Und zur Freude aller übergab die Rheinhessische Weinkönigin Laura Lam eine Urkunde an die Weinbauer bei der Festeröffnung. Sie pries kurz die Weine an, die die Winzer zum Probieren an ihren Ständen ausschenkten. Den 2016er Jahrgang, der von einem sonnenverwöhnten Herbst profitieren konnte und sich dadurch ausgewogen und sehr fruchtig präsentierte, sowie den 2015er. Mit den Worten, „genießen Sie die Weine an Ort und Stelle und entdecken Sie dabei ihre Vielfalt“, verabschiedete sie sich. Zuvor wurden von Marcus Clauß am Stand des Christophorus-Hofes beim Weingut Schmitt-Rieth die Weinfreunde begrüßt. Weinbau- und Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte gratulierte für die Auszeichnung für eines der „schönsten Feste in Rheinhessen mit Weinbezug und ohne Musikbeschallung.“

Ortvorsteher Jung (CDU) erinnerte an Hechtsheimer Wetterkapriolen, von Sturm bis hin zum Hitzestau, der letzten 32 Jahre. Neben ihrer umfangreichen Auswahl an Weinen boten die 14 Winzerfamilien auch ortstypische Leckereien aus der eigenen Straußwirtschaft an. Mit dabei: Jung, Katharinenhof, Kartäuserhof, Christophorus-Hof, Rebenhof, Zehnerhof, H. Lemb & J. Becker, B. Stenner, Leber, Schneider, Dhom, Zehe-Clauss, Wgt. d. Stadt Mainz und Stenner.

Inmitten der Hechtsheimer Weinberge mit weitem Blick ins rheinhessische Hügelland oder über die Pyramide bis hinüber zu den Mainzelmännchen, genossen die Besucher im satten Grün der Reben und rot-weiß flatternden Fahnenmeer die Weine der Winzer.

Selbst zwischen den Reben wurden Biertische platziert. Einige Leckereien im Wingert hatten es in sich, wie die Kartoffelwaffeln „nackisch“ bei der Winzerfamilie Dohm. Das seit über drei Jahrzehnten bestehende Weinfest erfreute sich seiner Besucher, die die gemütliche Atmosphäre mit den Weinen, den Ausblicken und den Speisen genießen wollten, der Wingert war stets gut besucht.