Start Fastnacht Was haben Bibelturm und Seehofer gemeinsam?

Was haben Bibelturm und Seehofer gemeinsam?

MAINZ – „An so nem Jahr is garnix droo“, war Eberhard Groms Einstieg in sein Protokoll. Ob Baustellen und Katrin Eder, Christian Lindner oder Martin Schulz, von dem der Protokoller nach dem „TV-Duett“ sicher ist, dass er CDU gewählt hat – keiner blieb verschont. Auch Vertuschungs- und VW-Minister Dobrindt war ein beliebtes Opfer. Ganz zu schweigen vom „Trumpeltier“ , den Grom als Glücksfall für sein Protokoll bezeichnete.
Ernst Lustig alias Jürgen Wiesmann klagte sein Leid, dass er künftig mit einer Oma ins Bett müsse, doch nachdem er seiner Tochter einen Kinderwagen schenken wollte, klärte sich das Missverständnis auf und der vermeintliche Opa wider Willen konnte aufatmen.

Als die Bundeskanzlerin die närrische Rostra des Kurfürstlichen Schlosses betrat, staunte das Publikum nicht schlecht. Merkel selbst hätte nicht authentischer wirken können als Florian Sitte in ihrer Rolle. Das Kanzlerinnen-Double stellte Gemeinsamkeiten von

Florian Sitte gab eine sehr authentische Bundeskanzlerin ab. Foto: Elke Fauck

Horst Seehofer mit dem Mainzer Bibelturm fest: beide sind groß, hohl und man weiß nicht so recht wohin damit. „Das war die perfekte Darstellung der Kanzlerin, nur mit mehr Inhalt“, lobte Sitzungspräsident Stefan Frenz den hervorragenden Redner.
In einer Talkshow interviewte Markus Glanz (Thomas Becker) den amerikanischen Präsidenten (Frank Brunswig). Auf die Frage, wie sich Melania als First Lady fühle, antwortete Trump: „She is not the first lady, I had 246 before.“
Der Nachtwächter (Adi Guckelsberger) wusste, dass die meisten Frauen ihren A… zu dick finden, einige zu dünn und nur fünf Prozent so zufrieden sind, dass sie ihn jederzeit wieder heiraten würden.

Attila sprach Mainzer Dialekt, wie Obermessdiener Andreas Schmitt zu berichten wusste. Als der Herrscher beim Kriegszug durch Finthen vom Pferd fiel, soll er ausgerufen haben: „Ei leckt mich am Ärmel, jetzt bin ich Hunne“.
Als „Schnowa-Nostra“ hat sich die Mafia im Keller einer Pizzeria niedergelassen. Die „Schnorreswackler“ des GCV sorgten für Stimmung und waren dennoch scharfzüngig in Form ihres „Närrischen Bundestags“.

Die Showtanzgruppe Dauer Power begeisterte vor und auf der Bühne. Foto: Elke Fauck

„Bauer sucht Frau“ choreografisch präsentiert von der Showtanzgruppe Dauer Power vom TV Finthen.
Eine weitere fulminante Ballettaufführung präsentierten 30 Tänzerinnen zwischen 17 und 49 Jahren von der Gruppe „Magic Moves“ des CV Guntersblum. „Schotten dicht – wir tauchen ab!“ – und los ging es in die Unterwasserwelt, die von den Tänzerinnen in zauberhaften Kostümen mit einer spektakulären Akrobatik im Schloss vermittelt wurde. Sänger Oliver Wiesmann hatte sein Debüt mit „Handkäs un sei Mussig“.

Bekannte Fastnachtsgrößen wie Margit Sponheimer, der zu ihrem bevorstehenden 75. Geburtstag die Mainzer Ehrenbürgerschaft verliehen wird, und die Mainzer Hofsänger durften natürlich bei der SWR-Radiofastnacht ebenso wenig fehlen wie Stimmungssänger Oliver Mager, der nach einer dreijährigen Auszeit auf die närrische Rostra zurückkehrte.