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Ein wahrer Akkordeonvirtuose am Werk Alexandre Bytchkov brillierte bei ZMO

Alexandre Bytchkov brillierte mit seinem Akkordeon bei ZMO. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Er ist zweifacher deutscher Akkordeonmeister und ein Ausnahmekünstler auf seinem Instrument. Der Russe Alexandre Bytchkov (71) lebt seit 30 Jahren in Mainz und ist Privatdozent am Peter-Cornelius-Konservatorium. Nun war der gebürtige St. Petersburger zum Konzert „Traumhaftes Akkordeon“ beim Verein „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ (ZMO) zu Gast. „Er war vor vielen Jahren schon mal da“, sagte ZMO-Vorsitzende Jutta Hager zu den rund 60 Musikinteressierten. „Das hat uns so überzeugt, dass er heute wieder auftritt.“

Alexandre Bytchkov erschien ganz in Schwarz auf der Bühne und startete mit einem Barockstück von Antonio Vivaldi, das in der Interpretation des Akkordeonspielers wie ein Orgelstück klang. „Es ist mir eine große Freude, hier bei ZMO zu sein“, sagte Bytchkov und präsentierte anschließend das Stück „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi. Bei diesem Orchesterwerk übernahm Bytchkov die Melodieführung und die Begleitung – alles auf einem Instrument, dem Akkordeon. Nach dem melancholischen „Ave Maria“ von Giulio Cacchini folgten Lieder aus Bytchkovs Heimat Russland. Etwa das russische Lied „Da eilt die Postkutsche“, schwungvoll und dynamisch gespielt. Da flogen die Finger über die Akkordeontasten, das war große Spielkunst.

Schwungvoll und fröhliche ging es mit dem französischen Gute-Laune-Chanson „C’est si bon“ weiter. Bei „Monsieur et Madame“ von Edith Piaf fühlte sich das Publikum wie mitten in Paris. Mit deutschen Liedern wie „Über den Wolken“ von Reinhard Mey lud Bytchkov sein Publikum zum Mitsingen ein. Nach dem „Libertango“ von Astor Piazolla folgte am Ende als Zugabe der „Karneval in Venedig“, in Deutschland bekannt als „Mein Hut, der hat drei Ecken“. Ebenfalls virtuos mit großer Spielfreude vorgetragen.

„Ich möchte mit meinem Konzert das Akkordeon als vielfältiges Instrument vorstellen“, hatte Alexandre Bytchkov im Vorfeld angekündigt. Das ist ihm vortrefflich gelungen.

Oliver Gehrig

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