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Bei der TSG Bretzenheim helfen alle mit Großer Andrang beim Schlachtfest an der TSG-Halle

Den Fassbieranstich übernahm Brezelprinzessin Marie Homp, unterstützt von TSG-Organisator Jörg Bühler. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Es ist ein fester Termin am Tag der deutschen Einheit, der aus dem Bretzenheimer Jahreskalender nicht wegzudenken ist. Zum 12. Schlachtfest lud die Handballabteilung der TSG Bretzenheim jetzt an die TSG-Halle in der Röntgenstraße ein. Mehrere Hundert Handballfreunde folgten dem Aufruf und genossen leckere Speisen bei herrlichem Sonnenschein im Freien oder im Inneren der Halle. „Das Wetter kommt von mir“, sagte Ortsvorsteher Manfred Lippold (CDU) mit einem Augenzwinkern. „Ich halte fast immer mein Wort.“ Er lud alle ein: „Feiert mit uns unser Brauchtum.“

Der Andrang an der Essensausgabe war gewaltig. Es bildeten sich lange Schlangen. Das kulinarische Angebot reichte von „Worschtsuppe“ und Pfefferschnitzel über Gekochtes und Bratwurst bis zum Wurstteller und Leberknödel mit Pommes oder Sauerkraut. Dazu gab es Fassbier, Wein- und Saftschorle sowie kalte Getränke. Im Inneren lockte das große Kuchenbuffet mit rund 40 Kuchen. In der Halle standen zwei Hüpfburgen für die jungen Gäste bereit.

Das Schlachtfest vor der TSG-Halle war sehr gut besucht. Foto: Oliver Gehrig

„Willkommen auf dem Schlachtfest“, sagte Organisator Jörg Bühler, Vorsitzender des Jugendfördervereins Handball der TSG. Er unterstützte den Fassbieranstich von Brezelprinzessin Marie Homp. Zwei, drei gekonnte Schläge auf das Fass, und schon floss das Freibier in Strömen, das im Anschluss von Marie an die Gäste verteilt wurde. „O’zapft is“, brüllte der Ortsvorsteher, und die Gäste antworteten: „ein Prosit der Gemütlichkeit!“ Das Schöne am Schlachtfest sei der familiäre Charakter, betonte Bühler: „Es helfen alle mit – Eltern, Aktive und Jugendliche.“

Die Handballabteilung der TSG hat derzeit rund 850 Mitglieder und 32 Teams – vier Frauen- und vier Herrenmannschaften sowie 24 Jugendteams. Aushängeschild der TSG sind die Bretzenheimer Ischn: Die erste Damenmannschaft spielte bereits drei Spielzeiten in der zweithöchsten Klasse, der Zweiten Bundesliga. Zurzeit sind die Ischn in der 3. Liga Mitte und haben zuletzt als Meister aus Kostengründen freiwillig auf die Aufstiegsrunde verzichtet. „Es ist für einen Familienverein wie die TSG nicht zu stemmen“, betonte Bühler. „Wir haben keinen Fußballverein, der uns das alles bezahlt.“ Ansonsten müsste die TSG für die 2. Liga sieben bis acht Jugendteams abmelden. Das sei mit dem familiären Charakter des Vereins nicht vereinbar. Bühler machte auf ein weiteres Problem aufmerksam: „Uns fehlen Hallenzeiten.“ Es sei nun an der Zeit, dass die lange geplante Großsporthalle für die Stadtteile gebaut werde. Hier sei die Politik gefragt.

Oliver Gehrig

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