BRETZENHEIM – Lange Zeit lagen sie gegen den BVB II hinten, doch am Ende haben sie mit einer großen Energieleistung und Leistungssteigerung in der Schlussphase den ersten Heimsieg in trockene Tücher gepackt. Die Bretzenheimer Ischn siegten gegen den Aufsteiger Borussia Dortmund II mit 27:25 (13:13) und bescherten den Fans in der stimmungsvollen IGS-Halle in einem wahren Handballkrimi den ersten Heimsieg in der neuen Saison der 3. Liga Mitte der Handball-Frauen.
Die TSG startete mit Linksaußen Jana Vogt und Kreisläuferin Jette Buck für Linda Besch und Antonia Hölzer in der Anfangsformation, die beide nicht zur Verfügung standen. Die jungen Spielerinnen der Gäste aus NRW waren anfangs sehr flott auf den Beinen und von der TSG-Abwehr nicht in den Griff zu kriegen. Nach kurzer Zeit stand es 3:6 und später dann 8:11, ehe drei Treffer von Neuzugang Amy Joy Blümel, die ein starkes Spiel machte, die Ischn wieder heranbrachten. Darunter ein schöner Wurf aus der eigenen Hälfte über das ganze Spielfeld ins leere Gästetor zum 9:12, was Kapitänin Carolin Hahn mit der gleichen Aktion zum 12:13 wenig später nachmachte. Mit 13:13 ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte versuchten es die Gastgeber zunächst zu oft durch die Mitte am Kreis und blieben immer wieder in der engmaschigen BVB-Abwehr hängen. Die starken Torfrauen Jula Zietz und Carolina Pfennig verhinderten mit zahlreichen tollen Paraden einen höheren Rückstand. Doch mit einer großen Energieleistung stemmten sich die Ischn gegen die drohende Niederlage: Vier Treffer von Kim Quetsch, Jona Reese (zwei) und Lisa Noack in Serie machten aus einem 22:23-Rückstand einen 26:23-Vorsprung. Der Schlusstreffer von Jana Vogt zum 27:25 bedeutete den Sieg. Der Rest war großer Jubel in Blau.

TSG-Trainerin Katrin Schneider musste erst mal durchschnaufen und sagte dann: „Ich bin froh, dass wir uns in der zweiten Hälfte zurückgekämpft haben.“ Mit Blick auf die Moral meinte sie: „Das kann im weiteren Saisonverlauf ein ganz wichtiger Sieg gewesen sein.“ Es sei ein typisches erstes Saisonspiel gewesen. Schneider: „Wir mussten uns erst rein finden. Wir haben es geschafft, das Spiel wieder an uns zu reißen. Wir haben viel investiert und sind belohnt worden.“
TSG Mainz-Bretzenheim: Jula Zietz, Carolina Pfennig – Lisa Noack (2), Jana Vogt (3), Jona Reese (4), Kim Quetsch (4/3), Liliana Jakubisova (2), Linda Besch, Ann-Sophie vom Hagen (1), Lara Grabellus, Julie Jacobs, Katharina Fischer, Amy Joy Blümel (6/2), Jette Buck, Carolin Hahn (5); Trainerin: Katrin Schneider;
Oliver Gehrig






















