BRETZENHEIM – Sieben Bands in sieben Stunden bei freiem Eintritt in der Alten Ziegelei: Das bewährte Konzept des „Grill em all“-Rockfestivals in Bretzenheim blieb auch bei der 22. Auflage in diesem Jahr unverändert. Geändert hatte sich allerdings der Veranstaltungstermin: Statt vor den Sommerferien im Juni fand das Festival diesmal nach den Sommerferien Ende August statt. Der Grund waren Terminengpässe im Juni aufgrund des Brezelfestes, des Open-Ohr-Festivals und weiterer Veranstaltungen.
Nachwuchsmusiker Eric von der Band „Grenas“ und Talia von „Zelle 14“ übernahmen erstmals die Moderation auf der Livebühne
„Es ist toll, dass wir über so viele Jahrzehnte dieses Format aufrecht erhalten konnten“, sagte Organisator Wolfgang Stiren vom Jugendamt zu Beginn des Festivals. Er machte auf eine weitere Änderung aufmerksam. Die Nachwuchsmusiker Eric von der Band „Grenas“ und Talia von „Zelle 14“ übernahmen erstmals die Moderation auf der Livebühne. „Wir haben die Nachwuchsbands mit in die Organisation eingebaut“, betonte Stiren. Wie üblich halfen die beteiligten Bands beim Auf- und Abbau sowie an den Getränke- und Essensständen mit. Wie der Name des Festivals schon vermuten lässt, gab es reichlich frisch Gegrilltes wie Steaks und Würstchen sowie kühles Bier für den Hunger und den Durst zwischendurch.
Das Programm startete mit der „Bandstunde“: Insgesamt zwölf Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren zeigten in drei Bands auf der Livebühne, was sie gelernt haben. Sie spielten Hits wie „Alles nur geklaut“ von den Prinzen und „Hells Bells“ von AC/DC. Dafür gab es viel Applaus. Der Andrang vor der Bühne war zu früher Stunde bereits gewaltig, da sich auch viele Eltern und Geschwister unter die Rockfans gemischt hatten, um zu sehen und zu hören, wie ihre Schützlinge ankommen.

„Grill em all“-Rockfestival kommt weiterhin gut an und hat einen festen Platz im Mainzer Kulturkalender
Mit der Alternative-Punkband „Hertzstörung“ aus Mainz ging es weiter. Von Covers über Grounge bis Nu-Rock reicht das Repertoire. Es folgte „Mania“: eine Metalband, deren Mitglieder erst seit einem halben Jahr zusammenspielen. „No Newer“ spielte Metallic Hardcore auf Englisch und Russisch. Kein Wunder: Die Mitglieder sind Immigranten aus Russland und der Ukraine, die nach Deutschland ausgewandert sind.
Es folgte die Auslosung der Tombola-Preise. Die Hauptgewinne waren sechs Karten für das kommende Open-Ohr-Festival, Gutscheine für ein Bier-Set sowie Karten für ein Konzert im Gonsenheimer Gonso im Oktober.
„Jane next Door“, eine seit 2025 bestehende Hardrock- und Grounge-Bands, brachte dann die harten Riffs auf die Bühne. Nach dem Metal- und Grounge-Trio „Sharpened Lives“ spielte die Gründungsband „Dirty Glamour“ ihre Mischung aus rockigem Sound und bekannten Melodien.
Das Fazit: Das „Grill em all“-Rockfestival kommt weiterhin gut an und hat einen festen Platz im Mainzer Kulturkalender.
Oliver Gehrig























