Start Rheinhessen Ingelheim The Sweet rocken Ingelheim Gelungener Auftritt der Glam Rocker in der kING

The Sweet rocken Ingelheim Gelungener Auftritt der Glam Rocker in der kING

„The Sweet“ sorgten für viel Stimmung in der kING. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

INGELHEIM – Die britische Formation The Sweet prägte den Glam Rock der 70er. Neben Gary Glitter und T-Rex war sie das musikalische Aushängeschild dieser Musikepoche. Nach einer Auszeit in den 80ern sind The Sweet seit längerem wieder auf Tour. In ihrer „Rockin’ for Eternity“-Tour machten sie nun Station in der Ingelheimer kING. Mit dabei: Gitarrist und Sänger Andy Scott (77), das einzige noch lebende Gründungsmitglied der Glam Rocker.

Ganz in Schwarz stürmen Sänger Paul Manzi, Gitarrist Andy Scott, Bassist Lee Small, Keyboarder Tom Cory und Schlagzeuger Adam Booth die Bühne. Sie starten mit den Hits „Action“ und „Hell Raiser“ das Konzert. Der melodiöse Gitarrenrock und der gut aufeinander abgestimmte vierstimmige Gesang kommen bestens an. Die überwiegend älteren Semester in der gut gefüllten kING klatschen auf ihren Sitzen mit oder tanzen auf der Stelle.

Nach „Set me free“ verlässt Gitarrist Andy Scott kurz die Bühne. „Er braucht eine kleine Pause“, witzelt Paul Manzi. Es folgt ein poppiges Medley mit „Co-Co“, Nummer eins in Deutschland 1971, und „Poppa Joe“, Nummer drei 1972. Der vierstimmige Gesang prägt auch den Klassiker „Teenage Rampage“ von 1974, die Los-Geh-Nummer „Wig-Wam Bam“ von 1972 und das mit viel Freude gesungene „Little Willy“ von 1972.

Ein wahrer Rock-Dino ist Gitarrist Andy Scott (links), rechts Sänger Paul Manzi. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Das Highlight des Ingelheimer Konzertes ist der Evergreen „Love is like Oxygen“ von 1977. Das Keyboard und die Gitarren wechseln sich in der Melodieführung ab. Die Melodie wird nacheinander in mehreren Tonarten gespielt – und die hervorragende Akustik der kING sorgt für einen musikalischen Hochgenuss. Die Fans sind alle von ihren Sitzen aufgesprungen, klatschen mit und spenden viel Beifall. Die ausgelassene Stimmung setzt sich mit dem Ohrwurm „Fox on the Run“ fort – dem letzten Lied vor den Zugaben.

Die beiden Zugaben „Blockbuster“ und „The Ballroom Blitz“, bei dem die Fans mitsingen, sorgen dann für das gelungene Ende des Konzertes. Der Auftritt machte deutlich, dass der Glam Rock der 70er keineswegs verstaubt sein muss, sondern lebendig und dynamisch sein kann. Oder wie Sänger Paul Manzi es formulierte: „Diese Lieder werden niemals sterben!“

Oliver Gehrig

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