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Sicher mit dem Rollator in den Bus Verkehrsmeister zeigt Senioren, wie Ein- und Ausstieg leichter gelingen

Verkehrsmeister Ali Myumyunov im Gespräch mit interessierten Seniorinnen beim Rollatortraining - Foto: Stadtwerke Rüsselsheim/Melanie Bauer

RÜSSELSHEIM – Mit dem Rollator in den Bus ein- oder auszusteigen, ist für viele Seniorinnen und Senioren eine Herausforderung. Deshalb hatte die Rüsselsheimer Mobilitätsgesellschaft (RMG) gemeinsam mit dem Seniorenbeirat zu einem Anschauungstraining eingeladen. An der Haltestelle Friedensplatz demonstrierte Verkehrsmeister Ali Myumyunov an einem stehenden Linienbus, wie der Ein- und Ausstieg sicher und möglichst einfach gelingt.

Der wichtigste Hinweis an die Teilnehmenden lautete: „Sprechen Sie den Busfahrer an, dass er die Rampe an der Bustür ausklappt“, sagte RMG-Geschäftsführer Michael Niere. „Haben Sie keine Scheu – unsere Fahrerinnen und Fahrer nehmen sich dafür die Zeit.“ Unterstützt wurde dieser Appell auch von Tanja Koerwer von der Städtischen Leitstelle Älter werden. Ebenfalls vor Ort war Robert Römer von der Lokalen Nahverkehrsorganisation (LNO) der Stadt Rüsselsheim am Main.

Michael Niere machte zugleich deutlich, dass im Linienverkehr nicht immer alle Bedingungen ideal sind. Wenn ein Bus eine Haltestelle nicht optimal anfährt, wird der Abstand zum Bordstein größer und dann wird das Ein- und Aussteigen für Menschen mit Rollator schwieriger. Beim Einsteigen geht es mit dem Rollator vorwärts in den Bus. Beim Aussteigen empfiehlt Ali Myumyunov dagegen, sich rückwärts zu bewegen. „Einfach umdrehen, wie beim Tango“, erklärte er den anwesenden Teilnehmerinnen und zeigte direkt am Bus, wie das funktioniert.

Rückwärts auszusteigen ist vor allem dann hilfreich, wenn eine Haltestelle noch nicht barrierefrei ausgebaut ist und ein Höhenunterschied zum Bordstein besteht. Von den rund 180 Haltestellen, die von den Bussen der RMG angefahren werden, ist bereits etwa die Hälfte barrierefrei ausgebaut. Vorrang hatten dabei stark frequentierte Umsteigehaltestellen sowie Haltestellen an Schulen, Ärztehäusern und Senioreneinrichtungen. Nach und nach rüstet die Stadt Rüsselsheim am Main nun auch die weiteren Haltestellen um. Davon profitieren nicht nur Seniorinnen und Senioren mit Rollator, sondern auch Menschen mit Rollstuhl sowie Eltern mit Kinderwagen.

Jürgen Gelis
Stadtwerke Rüsselsheim GmbH

 

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