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Sieben Kilometer, die den Fortschritt zeigen Die Fahrt nach Trier stärkt das Team Grenzenlos

Das inklusive Paddeltreffen in Trier bot dem Team Grenzenlos die Gelegenheit, das Gelernte unter neuen Bedingungen anzuwenden. Foto: privat

OPPENHEIM – „Wir haben einen tollen Sommer verlebt“, bilanziert Team-Sprecher Uwe Trump die Saison des inklusiven Teams Grenzenlos im Kanu-Club Oppenheim. Vor allem hätten sich die Teilnehmer ständig weiterentwickelt. Im Freibad Gimbsheim und am Pfarrwiesensee wurde das Kentern geübt, ein Teilnehmer wagte gemeinsam mit seiner Mutter sogar den Schritt in die Familienfreizeit des Vereins. Auch die Gruppe selbst ist gewachsen und zählt drei neue Teilnehmer. „Das ist bei dem Aufwand, den die Betreuer leisten müssen, enorm“, findet Trump.

Teilnehmer gründen Fahrgemeinschaft

Wie groß die Begeisterung inzwischen ist, belegt eine Fahrgemeinschaft, die Teilnehmer gegründet haben, um möglichst wenige Trainingstage zu verpassen. Damit scheint sich auszuzahlen, was Trump und seine Mitstreiter mit viel Vorbereitung aufgebaut haben. Journal LOKAL berichtete über die Entstehung des Teams, die Ausbildung der Übungsleiter und Rettungsschwimmer sowie das Sicherheitskonzept.

Wie weit das Team inzwischen gekommen ist, hat ein Sportausflug nach Trier gezeigt: Mitte September gastierten die Rheinhessen bei den Trierer Kanu-Fahrer, die im Rahmen der Special Olympics Rheinland-Pfalz inklusive Kanuvereine zu einem gemeinsamen Paddeltreffen eingeladen haben. Wie Trump berichtet, gingen 25 Teilnehmer in 18 Booten aufs Wasser, darunter 15 Special-Olympics-Sportler.

Auf fremdem Gewässer stellten die Oppenheimer Kanuten auf einer Strecke von sieben Kilometern die Ausdauer und das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten unter Beweis.
Foto: privat

Was zu Hause trainiert wurde, musste auf fremdem Gewässer funktionieren

Sieben Kilometer führte die Strecke flussaufwärts. Für die Oppenheimer bedeutete das: Was zu Hause trainiert wurde, musste auf fremdem Gewässer funktionieren. „Julian war das erste Mal diese Distanz gefahren und es war für ihn eine große Leistung“, berichtet Trump. Der Austausch der Gruppen untereinander durfte nicht weniger fruchtbar sein. „In Rheinland-Pfalz arbeiten mehrere Vereine verbandsübergreifend daran, uns sichtbar zu machen“, sagt Trump.

„Lächeln“ der Teilnehmer zum Gradmesser gewählt

Den Erfolg misst Trump weiterhin nicht allein in Kilometern. Schon im früheren Bericht hatte er das „Lächeln“ der Teilnehmer zum Gradmesser gewählt. Mittlerweile traue sich jeder zu, ein Boot alleine zu fahren. Auch im kommenden Winter soll deshalb weitertrainiert werden. „Unser Seminarraum ist mittlerweile eine kleine Sporthalle geworden.“

2027 soll der Blick erneut über Oppenheim hinausgehen. Die Teilnahme am „Inklusion Paddeln 4.0“ in Sinzig sei bereits geplant. Vor allem aber sieht Trump ein Ziel erreicht: „Die Gruppe ist fester Bestandteil des Vereins geworden.“ Manchmal führt der Weg zur Teilhabe eben auch sieben Kilometer flussaufwärts.

Gregor Starosczyk-Gerlach

 

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