Start Hartenberg-Münchfeld Hartenberg-Münchfeld setzt auf Städtebauförderung Ortsvorsteherin Christin Sauer sieht Chancen für Infrastruktur und...

Hartenberg-Münchfeld setzt auf Städtebauförderung Ortsvorsteherin Christin Sauer sieht Chancen für Infrastruktur und Hartenbergpark

Der Wasserspielplatz im Hartenbergpark steht sinnbildlich für den Sanierungsbedarf der Infrastruktur in Hartenberg-Münchfeld. Nach einer kurzfristigen Inbetriebnahme während des Stadtteilfests musste die Anlage erneut geschlossen werden. Die Stadt Mainz lässt derzeit Arbeiten zur Sicherung der Wasserqualität und an der Filtertechnik ausführen. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

HAMÜ – Hartenberg-Münchfeld soll erstmals in das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ aufgenommen werden. Der Mainzer Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, eine entsprechende Bewerbung vorzubereiten. Die Bewerbung umfasst nun das neue Regionalfenster Nördliche Neustadt/Hartenberg. Außerdem nimmt die Stadt Mainz erneut die Regionalfenster Lerchenberg und Mombach in die Bewerbung auf, die bereits bislang zum Förderprogramm gehörten. Im Vorfeld der Sitzung hatten sich auch die Ortsbeiräte aus den genannten Stadtteilen mit dem Thema befasst.

Grundlage für Investitionen und Entwicklung des Stadtteils schaffen

Für Ortsvorsteherin Christin Sauer (Grüne) eröffnet eine Aufnahme in das Programm die Chance, seit Langem bekannte Projekte anzugehen, damit die Grundlage für Investitionen in die Entwicklung des Stadtteils geschaffen werde.

Das Förderprogramm finanziere keine Feste oder ehrenamtliche Arbeit, erläutert sie in der Ortsbeiratssitzung. Es schaffe jedoch die notwendige Infrastruktur, die das Engagement im Stadtteil unterstütze.

In einem Gespräch mit Journal LOKAL präzisierte die Ortsvorsteherin die Bedutung der Aufnahme in das Programm, das auch „Soziale Stadt“ tituliert wird. Als wichtige Handlungsfelder nannte sie beispielsweise die Torhäuser, bei denen sich der Entwicklungsbedarf auch in den Sozialdaten widerspiegele. Ebenso verwies sie auf den Martin-Luther-King-Park mit dem AWO-Jugendtreff. Dort werde seit vielen Jahren ein Ausbau des Jugendzentrums als notwendig angesehen.

Vor allem der Wasserspielplatz ist stark sanierungsbedürftig

Große Hoffnungen verband die Ortsvorsteherin mit dem Hartenbergpark. Vor allem der Wasserspielplatz sei stark sanierungsbedürftig. Zum Stadtteilfest „HaMü feiert“ hatte die Stadt die Anlage kurzfristig in Betrieb genommen. Wenig später wurde sie jedoch wieder abgeschaltet. Aus der Verwaltung folgte erneut die Mitteilung, dass sich die Wiedereröffnung verzögern werde.

Weil das Städtebauförderprogramm gezielt in die städtebauliche Infrastruktur investiere, wies die Ortsvorsteherin auf eine Gelegenheit zur grundlegende Erneuerung des Wasserspielplatzes. Aus ihrer Sicht wäre damit eine dauerhafte Lösung möglich, anstatt die Anlage immer wieder nur notdürftig instand zu setzen.

Der Wasserspielplatz im Hartenbergpark steht sinnbildlich für den Sanierungsbedarf der Infrastruktur in Hartenberg-Münchfeld. Nach einer kurzfristigen Inbetriebnahme während des Stadtteilfests musste die Anlage erneut geschlossen werden. Die Stadt Mainz lässt derzeit Arbeiten zur Sicherung der Wasserqualität und an der Filtertechnik ausführen.
Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Chancen zur Aufwertung des gesamten Hartenbergparks

Darüber sah sie Chancen zur Aufwertung des gesamten Hartenbergparks. Davon würden nicht nur die Menschen in der Umgebung profitieren. Auch für die benachbarte Neustadt habe der Park als Naherholungsgebiet eine hohe Bedeutung. Deshalb sieht Sauer gute Chancen, dass entsprechende Maßnahmen Vorrang erhalten.

Nach ihrer Einschätzung bietet das Förderprogramm zugleich die Möglichkeit, auch die Entwicklung des Stadtteils Münchfeld voranzutreiben. Dort fehlten bislang gemeinschaftliche Strukturen und geeignete Infrastruktur.

Zuständiges Ministerium entscheidet über Aufnahme in das Förderprogramm

Im Hartenbergpark und im Kingparkquartier hätten gemeinschaftliche Wohnprojekte gezeigt, wie ehrenamtliches Engagement wachsen könne. Für das Münchfeld wünsche sie sich ähnliche Entwicklungen. Mit dem neuen Seniorenzentrum des Arbeiter-Samariter-Bundes gebe es bereits einen ersten Anknüpfungspunkt für ein stärkeres nachbarschaftliches Miteinander.

Laut der Beschlussvorlage will die Stadt die Bewerbungsunterlagen und ein Grobkonzept beim Land Rheinland-Pfalz bis 27. November einreichen. Über die Aufnahme in das Förderprogramm entscheidet anschließend das zuständige Ministerium. Bei einer erfolgreichen Bewerbung könnte das erste Regionalfenster bereits 2027 starten.

Gregor Starosczyk-Gerlach

Termine Vorschau Juli