Start Kategorien Kultur Spanische Orgelmusik in ihrer ganzen Farbenpracht Francisco Amaya konzertiert in Gau-Bischofsheim

Spanische Orgelmusik in ihrer ganzen Farbenpracht Francisco Amaya konzertiert in Gau-Bischofsheim

Der spanische Konzertorganist Francisco Amaya gastiert am Sonntag, 27. September, im Rahmen der Gau-Bischofsheimer Orgelkonzerte an der historischen Johann-Peter-Geissel-Orgel in der Kirche St. Petrus. Er präsentiert ein Programm mit Werken aus fünf Jahrhunderten spanischer Orgelmusik. Foto: Carmen Almuzara

GAU-BISCHOFSHEIM – Ein musikalischer Streifzug durch fünf Jahrhunderte spanischer Orgelkunst erwartet die Besucher am Sonntag, 27. September, um 18 Uhr in der Kirche St. Petrus in Gau-Bischofsheim. Der Förderverein Geissel-Orgel konnte mit dem spanischen Konzertorganisten Francisco Amaya einen international renommierten Musiker gewinnen, der im Rahmen der Gau-Bischofsheimer Orgelkonzerte die historische Johann-Peter-Geissel-Orgel mit einem außergewöhnlichen Programm zum Klingen bringt.

Faszinierende Reise durch die Musikgeschichte

„Unter dem Titel ,Entwicklung der Musiksprachen in Spanien‘ nimmt Amaya sein Publikum mit auf eine faszinierende Reise durch die Musikgeschichte seines Heimatlandes“, kündigt Karl-Ludwig Göth an. Der Vorsitzende des Fördervereins Geissel-Orgel verspricht eine musikalische Reise von den Anfängen der spanischen Renaissance über das Goldene Zeitalter und die Klassik bis hin zur Moderne. „Darin zeigt Amaya eindrucksvoll, wie sich Klangsprache, Ausdruck und Stil über die Jahrhunderte entwickelt haben. Dabei stellt sich die Geissel-Orgel mit ihren charakteristischen Registern der ganzen Farbenvielfalt spanischer Orgelmusik.“

Programm beginnt mit Werken der Renaissance

Francisco Amaya ist Titularorganist der Kirche San Jorge in Alcoy und ehemaliger Professor am Conservatorio Profesional de Música de Torrent. Als gefragter Konzertorganist tritt er in zahlreichen europäischen Ländern auf. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählt ein Konzert in der Westminster Abbey in London anlässlich des 60-jährigen Thronjubiläums von Königin Elisabeth II.

Das Programm beginnt mit Werken der Renaissance, als Komponisten wie Antonio de Cabezón die Grundlagen einer eigenständigen spanischen Orgeltradition schufen. Es folgt das Goldene Zeitalter des 17. Jahrhunderts mit klangprächtigen Tientos und eindrucksvollen Batallas, die bis heute zu den Höhepunkten der iberischen Orgelmusik zählen.

Verbindung aus gregorianischer Kirchenmusik, Volksfrömmigkeit und modernen Klangwelten

„Im 18. Jahrhundert prägten franko-flämische und italienische Einflüsse die spanische Musik“, erläutert Göth. „Virtuose und zugleich melodienreiche Werke spiegeln den kulturellen Austausch dieser Epoche wider und bringen die klanglichen Möglichkeiten der Geissel-Orgel eindrucksvoll zur Geltung.“

Die Musik des 19. Jahrhunderts verbindet barocke Traditionen mit der Ausdruckskraft der Romantik. Den facettenreichen Abschluss des Programms bildet ein Blick auf das 20. Jahrhundert. „Hierbei fanden Komponisten zu einer neuen Verbindung aus gregorianischer Kirchenmusik, Volksfrömmigkeit und modernen Klangwelten.“

Spenden zur Unterstützung der Konzertreihe und zum Erhalt der historischen Geissel-Orgel sind willkommen

Mit Francisco Amaya setzt der Förderverein seine Reihe international besetzter Orgelkonzerte fort. Zuvor gastierten der Mailänder Organist Giorgio Parolini und der in Weimar geborene Bernhard Herzog in Gau-Bischofsheim. Damals standen Werke norditalienischer Barockmeister sowie eine musikalische Hommage an Johann Sebastian Bach im Mittelpunkt. Nun richtet sich der Blick nach Spanien und eröffnet einen weiteren europäischen Klangraum auf der historischen Geissel-Orgel.

Die Konzertreihe verfolgt das Ziel, die klanglichen Möglichkeiten der historischen Geissel-Orgel einem breiten Publikum näherzubringen. Das Instrument stammt aus dem Jahr 1667 und gilt in seiner Grundsubstanz als älteste Orgel in Rheinland-Pfalz. Zugleich ist sie die einzige erhaltene Orgel des Orgelbauers Johann Peter Geissel und damit ein Kulturdenkmal von besonderem Rang.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Spenden zur Unterstützung der Konzertreihe und zum Erhalt der historischen Geissel-Orgel sind willkommen.

red

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein