Start Kategorien Gesellschaft Kürzere Wege für schnellere Hilfe Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit symbolischem Spatenstich begonnen

Kürzere Wege für schnellere Hilfe Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit symbolischem Spatenstich begonnen

Auf dem Gelände des ehemaligen Einkaufsmarktes „Auf der Saar 7“ entsteht bis zum zweiten Quartal 2028 das neue Feuerwehrgerätehaus in Oppenheim. Sechs Einsatzfahrzeuge sollen dort künftig Platz finden. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

OPPENHEIM – Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat die Verbandsgemeinde (VG) Rhein-Selz der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Oppenheim fortgesetzt. Auf dem Gelände des ehemaligen Einkaufsmarktes „Auf der Saar 7“ entsteht ein moderner Standort für die Freiwillige Feuerwehr. Tatsächlich begannen die Arbeiten mit dem Abriss des Bestandsgebäudes bereits im Mai dieses Jahres.

Zentralisierung soll die Anfahrtswege der Einsatzkräfte verkürzen und schnellere Hilfszeiten ermöglichen

Nach Angaben der VG-Verwaltung soll der Neubau ein wesentliches Problem des bisherigen Standorts lösen, von dem aus die vorgeschriebene Einsatzgrundzeit von acht Minuten nicht mehr gewährleistet werden konnte. Die Zentralisierung soll die Anfahrtswege der Einsatzkräfte verkürzen und schnellere Hilfszeiten ermöglichen.

Die Oppenheimer Feuerwehr übernimmt als Stützpunktwehr auch überörtliche Aufgaben innerhalb der VG und unterstützt Einsätze im Kreis. Zu ihren besonderen Aufgaben gehören Wasserabwehr und Wasserrettung, Hochwasserschutz sowie Absturzsicherung. In Oppenheim sind zudem die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug TLF 4000 stationiert.

Sechs Einsatzfahrzeuge finden in der neuen Fahrzeughalle Platz

Rund 60 aktive Feuerwehrangehörige, die Jugendfeuerwehr sowie die Alters- und Ehrenabteilung erhalten mit dem Neubau ein gemeinsames Zuhause. Sechs Einsatzfahrzeuge finden in der neuen Fahrzeughalle Platz.

Auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht in den nächsten Monaten ein kompakter, zweigeschossiger Bau. Große Glasflächen öffnen die Fahrzeughalle zur Straße. Das Architekturbüro Schoyerer Architekten Syra spricht dabei von einer „Feuerwehr im Standby“. Photovoltaikanlagen, eine begrünte Dachfläche und ökologische Baustoffe gehören ebenfalls zum Konzept. Das Gebäude soll weitgehend energieautark betrieben werden.

Land unterstützt das Vorhaben über die Feuerwehrförderung

Mit der detaillierteren Planung sind auch die Kosten gestiegen. Ursprünglich ging der Verbandsgemeinderat von rund 6,18 Millionen Euro aus. Nach Abschluss der Entwurfsplanung wurden rund 7,61 Millionen Euro veranschlagt und vom Rat beschlossen. Die Mehrkosten seien laut VG-Verwaltung vor allem im technischen Ausbau begründet und ergäben sich größtenteils aus der fortschreitenden Detailplanung der Fachingenieure.

Das Land unterstützt das Vorhaben über die Feuerwehrförderung. Nach Angaben der VG erfolgt sie über ein Pauschalmodell mit einer festen Zuweisung für Brandschutz und allgemeine Hilfe. Im zweiten Quartal 2028 soll das neue Feuerwehrgerätehaus fertiggestellt sein.

Gregor Starosczyk-Gerlach

 

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