
INGELHEIM – Mit Lesungen regionaler Autoren hat sich das „werk:stück“ in Ingelheim als feste Adresse für Literatur und Begegnung inzwischen etabliert. Nach den Auftritten des Mainzer Krimiautors Rafael Bravo und auch mit Ausstellungen setzt der Werkstattladen der Zoar-Werkstätten Heidesheim seine Veranstaltungsreihe fort. Am Samstag, 29. August, ist der Mainzer Fernsehjournalist und Autor Wolfgang Heintz zu Gast. Beginn ist um 18 Uhr mit einem kleinen Sektempfang.
Menschen zusammenbringen und Autoren eine Bühne geben
„Wir möchten mit unseren Lesungen Menschen zusammenbringen und Autoren eine Bühne geben, deren Geschichten ebenso unterhalten wie zum Nachdenken anregen“, sagt Organisatorin Ina Lucia Salajean. Mit Heintz habe man dafür einen Gast gewonnen, der gesellschaftspolitische Themen aus einer besonderen Perspektive erzähle.
Heintz stellt seinen Debütkrimi „Nockherberg“ vor, der im Emons Verlag erschienen ist. Dort veröffentlicht auch der über die Region hinaus bekannte, rheinhessische Krimiautor Andreas Wagner aus Essenheim seine Romane. Im Mittelpunkt von „Nockherberg“ steht der Fernsehreporter Paul Waldbauer. Was mit der Berichterstattung über eine Demonstration gegen einen Straßennamen mit NS-Vergangenheit beginnt, entwickelt sich zu einer gefährlichen Recherche. Als Waldbauer den Hintergründen eines gewaltsamen Überfalls nachgeht, stößt er auf Widerstände und Drohungen. Die Ereignisse gipfeln schließlich beim traditionellen Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg, wo sich entscheidet, ob vor laufenden Fernsehkameras eine Katastrophe verhindert werden kann.
Regionale Produkte, gefertigt von Menschen mit Behinderung
Der 1967 in München geborene Heintz studierte Theaterwissenschaften, Slawistik mit der Fremdsprache Russisch sowie Philosophie. Nach einem Volontariat beim Bayerischen Rundfunk arbeitete er dort als innenpolitischer Fernsehreporter. Seit 2001 lebt er mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern in Mainz und ist als Fernsehautor mit dem Schwerpunkt Innenpolitik für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig. In seinem ersten Roman verbindet er seine Erfahrungen aus dem politischen Journalismus mit einer fiktiven Krimihandlung.
Das werk:stück ist ein Werkstattladen der Zoar-Werkstätten Heidesheim. Dort werden regionale Produkte angeboten, die von Menschen mit Behinderung gefertigt werden. Zugleich hat sich der Laden als Kulturort etabliert und bietet regelmäßig Lesungen sowie weitere Veranstaltungen an.
„Uns ist wichtig, dass ein Lesungsabend nicht mit dem letzten Kapitel endet“
„Uns ist wichtig, dass ein Lesungsabend nicht mit dem letzten Kapitel endet. Die Gespräche danach gehören genauso dazu wie die Möglichkeit, den Autor persönlich kennenzulernen“, sagt Salajean. Das Küchenteam werde die Gäste außerdem wieder mit kleinen Speisen versorgen.
Im Anschluss an die Lesung besteht Gelegenheit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen, Bücher zu erwerben und signieren zu lassen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter Telefon 06132/507135 wird gebeten.
Gregor Starosczyk-Gerlach

























