Start Gesellschaft Jugendliche gestalten Schwabsburger Pumptrack-Bahn mit Bloße Anregung führt zu neu modellierter Strecke

Jugendliche gestalten Schwabsburger Pumptrack-Bahn mit Bloße Anregung führt zu neu modellierter Strecke

Jugendliche testen die neu modellierte Pumptrack-Bahn in Schwabsburg. An der Überarbeitung der Strecke waren zwölf Jugendliche beteiligt. Foto: Stadt Nierstein

SCHWABSBURG – Eine Anfrage eines Jugendlichen gab offenbar den entscheidenden Impuls: Vor Kurzem wurde die Pumptrack-Bahn in Schwabsburg überarbeitet und teilweise neu modelliert. Zwölf Jugendliche wirkten unter fachlicher Anleitung an den Arbeiten mit, teilte die Stadtverwaltung aus Nierstein mit. Dabei nahmen sie keineswegs eine passive Beobachterrolle ein, sondern gestalteten die Strecke nach eigenen Vorstellungen mit.

Nach Gesprächen und Beratungen entstand ein gemeinsamer Plan

Die Anfrage hatte den Leiter des Evangelischen Jugendhauses in Oppenheim, Jürgen Salewski, erreicht. Er leitete das Anliegen an die Stadtverantwortlichen weiter. Nach Gesprächen mit den Jugendlichen und Beratungen im Sozialausschuss entstand ein gemeinsamer Plan. Beteiligt waren die Stadt Nierstein, das Evangelische Jugendhaus beziehungsweise das Evangelische Dekanat Oppenheim und eine Start-Up-Firma.

Ein Sechs-Tonnen-Bagger und ein Radlader des städtischen Bauhofs transportierten die größeren Erdmengen – etwa 25 Kubikmeter – an die vorgesehenen Stellen. Die Jugendlichen übernahmen mit Schaufeln, Hacken und Rechen die weitere Gestaltung und Verdichtung der Bahn. Dabei entstanden neue Loops, überarbeitete Sprungbereiche und sichere Auslaufstrecken.

Steigende Beteiligung der Jugend an kommunalen Entscheidungen

Der Blick auf die Jugend und ihre Beteiligung an kommunalen Entscheidungen rückt inzwischen auch andernorts in Rheinhessen immer stärker in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik. In Nackenheim wählten Jugendliche zuletzt eine eigene Vertretung. In Wackernheim arbeitete eine Jugendvertretung bereits vor der Eingliederung der Gemeinde in die Stadt Ingelheim rege. Auch in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz zeigt sich die Jugendvertretung auf vielfältige Weise aktiv. Die Ausrichtung eines Christopher Street Day gilt als öffentlichkeitswirksames Beispiel.

In Schwabsburg stand nun die praktische Mitarbeit an einer Freizeitanlage im Mittelpunkt. „Wir wissen, wie wichtig es ist, dass Kinder und Jugendliche sich ausreichend bewegen können und sich in der Natur aufhalten. Beim Sport oder anderen Freizeitaktivitäten wie dem sogenannten ‚Pumptracking‘ auf einer Pumptrack-Bahn können Jugendliche ihre Grenzen durch geschickte Gewichtsverlagerung auf dem Mountainbike erfahren“, erläutert Michael Sander, Beigeordneter für Soziales und Umwelt der Stadt.

Gesamtkosten des Projekts bei rund 4000€

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 4.000 Euro. Darin enthalten sind nach Angaben der Stadt die Anlieferung der Erde, der Baggerverleih, die Maschinenarbeiten und die mehrtägige fachliche Begleitung durch Felix Lapport von Shapetastic. Zwei Drittel der Kosten trägt die Stadt aus dem Sozialetat, ein Drittel übernimmt das Evangelische Dekanat.

Zum Abschluss der Arbeiten konnten die Jugendlichen die neu modellierte Strecke bei Probefahrten testen. Ein Teilnehmer erklärte nach Angaben der Veranstalter, seine Erwartungen an die neue Pumptrack-Bahn seien mehr als erfüllt worden.

„Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn wir Jugendliche in Gestaltungsprojekte, angefangen von der Planung bis zur Umsetzung, aktiv einbinden“, schlussfolgern Salewski und Sander.

Mit Beginn der Sommerferien steht den Jugendlichen damit eine überarbeitete Pumptrack-Bahn zur Verfügung, an deren Gestaltung sie selbst beteiligt waren.

red

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