
MOMBACH – Der Trinkbrunnen für Mombach kommt einen Schritt näher. Die Idee der SPD-Fraktion pendelt im Schriftverkehr zwischen der Stadtverwaltung und dem Ortsbeirat seit dem Antrag aus dem vergangenen Jahr.
Durch die jüngste Festlegung der Dezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) würde die Stadt den Betrieb eines Trinkbrunnens übernehmen. Das geht aus einer Antwort, die in der Sitzung des Ortsbeirats vorgetragen wurde, hervor. Pro Jahr würde die Stadt dafür bis zu 3000 Euro ausgeben.
Die Errichtung finanziert die Verwaltung jedoch nicht. Dies könnte aber nach Informationen aus der Sitzung der Verein Schöneres Mombach durch Spenden finanzieren. Die Möglichkeit deutete jedenfalls Dr. Eleonore Lossen-Geißler (SPD) knapp an: „Dann machen wir es so.“
Zuvor hatte eine Antwort der Stadtverwaltung für Widerspruch gesorgt. Demnach habe bislang kein möglicher Spender Kontakt mit der Verwaltung aufgenommen. Dabei gehe es um die Standortwahl und die Herstellung eines Trinkbrunnens. Dieser Darstellung widersprach Lossen-Geißler in der Sitzung. Der Verein habe sehr wohl Kontakt mit der Verwaltung aufgenommen, erklärte sie.
Mehrfach hatte Lossen-Geißler in den früheren Sitzungen von der Absicht des Vereins berichtet. Wie Steinkrüger an Beispielen anderer Trinkbrunnen in der Stadt vorrechnete, haben solche Wasserspender inklusive der Brunnenlieferung, des Einbaus und der Anschlussarbeiten zwischen 20.000 und 25.000 Euro gekostet.
Ein solches Beispiel kommt aus Mainz-Bretzenheim, wo der Brunnen, der die Form einer wasserspendenden Säule hat, durch die Bretzenheimer Nachhaltigkeitsinitiative initiiert, inzwischen seit über einem Jahr den Bürgern im öffentlichen Raum zur Verfügung steht. In der Landeshauptstadt existieren neben dem in Bretzenheim zwei weitere Trinkbrunnen. Sie befinden sich in der Innenstadt.
Mehr als 30 Geschäfte in Mainz beteiligen sich aber an der bundesweiten Aktion, die unter der Bezeichnung „Refill“ dem Prinzip „Wasser zum Mitnehmen“ folgt. Jeder kann dort sein Trinkgefäß mit Trinkwasser auffüllen. Die Geschäfte sind als Auffüllstationen mit einem speziellen, hellblauen „Refill“-Aufkleber gekennzeichnet.
Autor Gregor Starosczyk-Gerlach


















